Historische Liedersammlungen



 
  A1310B
Titel:Deutsche Historische Volkslieder - 2. Hundert (Aus Fr. Leonard Soltau's und Leysers Nachlaß) - Teil B (GROSSFORMAT)
Herausgeber / Verlag:Hildebrand, H.R. Verlag von Gustav Mayer / Leipzig
Erscheinungsjahr / Zeitalter:1856
Weitere Information:Die komplette Sammlung enthält 100 Texte auf 514 Seiten.
Aus Soltau's und Leyser's Nachlaß und anderen Quellen.
Band B enthält 65 Texte nebst Anmerkungen auf 253 Seiten.

Aus dem Vorwort des Herausgebers H.R. Hildebrand:
'Vor nunmehr zwanzig Jahren erschien auf dem deutschen Büchermarkt ein Buch, das in dem einzelnen Gange der väterländischen Wissenschaft, in welchem es arbeitete, sich als ein Ereigniß geltend gemacht hat: Ein Hundert Deutsche Historische Volkslieder, gesammelt und in urkundlichen Texten chronologisch geordnet herausgegeben von Fr. Leonard von Soltau, Leipzig 1836. Äusserlich zwar hat es ein glänzendes Schicksal nicht gesehen, denn seine Auflage ist bis heute noch nicht ganz verkauft und es hat währenddem den Verlangseigenthümer mehrmals gewechselt; aber die Sachkenner erkannten ihm den Preis zu, daß es in seinem Gebiete grundlegend gewirkt habe, in den Literaturgeschichten steht es in seinem Fache oben an oder füllt es vielmehr fast allein aus, Geschichtsschreiber haben es hier und da als Quellenwerk benutzt, von Anthologien ist es als beste und erste Quelle mehrfach ausgebeutet worden. Nun fand sich in Soltaus Nachlaß gesammelter Stoff zu einem zweiten 'Hundert' solcher Volsklieder, wie es da genannt war, und diese Stoffsammlung ist die Veranlassung des vorliegenden Buches; sie kam mir in die Hand mit dem Antrag, eben ein Buch daraus zu machen, nachdem derselbe Antrag schon von anderen Seiten abgelehnt worden war. Welches auch die Gründe dieser Ablehnung sein mochten, der angebotene Stoff, sah ich wol, konnte nicht allein daran schuld sein; zudem war ein anderer bewegender Zustand mitwirkend, nämlich der, daß die hinterlassene Familie Soltaus eine Verwerthung des Nachlasses dringend wünschte: So entschloß ich mich, zumal sich glücklicherweise ein Verleger fand, in Ermangelung eines Berufernern die Arbeit zu übernehmen, zu der ich freilich nicht viel mehr als ein warmes Interesse für das Volkslied mitbringen konnte.' Leipzig, im Januar 1856.