Song Book



 
  A53
Title:Bergliederbüchlein (OLMS)
Publisher:Georg Olms Verlag / Hildesheim / Zürich / New York
Year or Century of Publication:1936 / 1988
Additional Information:238 Texte auf 313 Seiten

Eine buntgemischte Singgut-Sammlung aus Mitteldeutschland um 1700 mit einer Einleitung neu herausgegeben von Gerhard Heilfurth. Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1936.

Auszug dem Vorwort der Leipziger Ausgabe von 1936:
'Das Bergliederbüchlein, das hier zum ersten Male vollständig in Neudruck erscheint, ist ein Unikum im Besitz der Leipziger Universitätsbibliothek. Es ist ein ziemlich dünnes und unscheinbares Bändchen in Kleinoktav (9x16 cm), enthaltend 233 Nummern (nach dem Register).' Elizabeth Mincoff-Marriage, Krasno Selo bei Sofia, im August 1936.

'Wenn Frau Dr.Elizabeth Mincoff-Marriage im Anschluß an Arthur Kopp das Bergliederbüchlein mit einleuchtenden Argumenten dem obersächsischen Gebiet zuweist, so kann nunmehr der Kreis noch enger gesteckt werden: die Sammlung gehört nach Ursprung und Umlauf dem Erzgebirge an und da wieder im besonderen dem bergmännischen Lebensraum. Die einzige in der zeitgenössischen Literatur auffindbare Erwähnung, die das Liederbuch mit einem Ort in Verbindung bringt, bezieht sich auf Freiberg, die berühmte Berghauptstadt des Landes, die ja auch in den Texten verhältnismäßig häufig, jedenfalls weitaus am häufigsten von den genannten Örtlichkeiten auftaucht. ......
Aber nicht nur diese Erwähnung, auch der Inhalt der Sammlung weist eindeutig auf die erzgebirgische Berglandschaft hin; durch die Bergmannslieder, die vielfach aufs Erzgebirge Bezug nehmen ...... und rund ein sechtel des Gesamtinhalts ausmachen. Es sind so viele, und sie sind in ihrer Art so eigenständige, daß sie in einem allgemeinen Singebuch gänzlich unangebracht gewesen wären. Sie erst verleihen der Sammung das bestimmte Gepräge und rechtfertigen ihren Titel 'Berg-Lieder-Büchlein'. Er hatte nur Sinn in einer Gegend, wo er verstanden wurde und infogedessen als zugkräftig gelten mußte, genau so, wie ursprünglich die Aufschrift 'Bergkreyen' im 16. Jahrhundert. Denn das Bestimmungswort 'Berg' deutet in der einschlägigen Sondersprache klar auf den Zusammenhang mit Bergwerk und Bergmann.'
Gerhard Heilfurth, Freiburg i.Br., im Juli 1936