Historical Song Collection in the archive (sorted by publisher)



 
  A4-1
Title:Des Knaben Wunderhorn, Band 1
Publisher:Brentano, Clemens & Achim von Arnim. Dtv Klassik / München
Year or Century of Publication:1984
Additional Information:Alte deutsche Liedtexte gesammelt von L. Achim von Arnim und Clemens Bretano in 3 Bänden 1806-1808.
Insgesamt 1360 Texte auf 897 Seiten.
Neuausgabe durch den Deutschen Taschenbuch Verlag, 2. Auflage 1986.

Zu dieser Ausgabe:
'Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Haus, wo frische Menschen wohnen, am Fenster, unterm Spiegel, oder wo sonst Gesang- und Kochbücher zu liegen pflegen, zu finden sein, um aufgeschlagen zu werden in jedem Augenblick der Stimmung oder Unstimmung, wo man denn immer etwas Gleichtönendes oder Anregendes fände, wenn man auch allenfalls das Blatt ein paarmal umschlagen müßte. Am besten aber läge doch dieser Band auf dem Clavier des Liebhabers oder Meisters der Tonkunst, um den darin entahltenen Liedern entweder mit bekannten hergebrachten Melodien ganz ihr Recht widerfahren zu lassen, oder ihnen schickliche Weisen anzuschmiegen, oder wenn Gott wollte, neue bedeutende Melodien durch sie hervorlocken', schrieb Goethe über die von Achim von Arnim und Clemens Brentano herausgegebene erste umfassende Sammlung deutscher lyrischer Volksdichtung 'Des Knaben Wunderhorn'.
All dies schien in der Tat in Erfüllung zu gehen..... die Zahl der Komponisten welche 'neue bedeutende Melodien' aus diesen Texten hervorlockten, war nicht gering, um nur Zelter, Reichardt, Robert Franz, Schumann, Brahms, Richard Strauss und Mahler zu nennen. Und wer vermochte die geheime und verstreute Wirkung dieser Lieder in der bürgerlichen Kultur des 19. Jahrhunderts zu erkunden? Wer wollte heute leugnen, daß die deutsche Jugendbewegung am Anfang unseres Jahrhunderts die letzten Generationen ergriff, in welchem das Volkslied nach Art des 'Wunderhorns' eigentlich lebendig war?
Bereits während ihrer Rheinreise im Jahre 1802 begannen die beiden Romatiker mit ihrer Suche nach 'Alten deutschen Liedern'. Erst nach vierjähriger intensiver Arbeit, bei der sie von vielen prominenten Freunden, etwa den Brüdern Grimm, unterstützt wurden, konnten sie 1806 den ersten Band zur Veröffentlichung vorlegen.
Anders als J. G. Herder, der erste bedeutende Sammler des deutschen Volkslieds, sahen Arnim und Brentano ihre Herausgebertätigkeit nicht allein in der Überlieferung des oft bruchstückhaften Materials, sondern in der Bearbeitung und Weiterdichtung. Selbst eigene Lieder gingen in die Anthologie ein. Die Vielzahl unterschiedlichster Formen - Liebes-, Wander-, Soldaten- und geistliche Lieder - dokumentiert in einzigartiger Weise den fortwirkenden Geist der Poesie und Phantasie durch die Jahrhunderte.
Zahlreiche Dichter und Komponisten, Eichendorff und Mörike, Schumann, Brahms und Mahler ließen sich durch 'Des Knaben Wunderhorn' inspirieren. Und Heinrich Heine schrieb 1833 im Pariser Exil, was noch heute Gültigkeit hat: 'Dieses Buch kann ich nicht genug rühmen, es enthält die holdseligsten Blüten des deutschen Geistes, und wer das deutsche Volk von einer liebenswürdigen Seite kennenlernern will, der lese diese Volkslieder.'
Unsere dreibändige Ausgabe liegt der vollständige Text der Erstausgabe von 1806/1816 zugrunde, die im Deutschen Taschenbuch Verlag erstmals 1963 erschienen ist. In den Reprint wurden die neuen Textbefunde der inzwischen von Heinz Rölleke herausgegebenen historisch-kritischen Ausgabe eingearbeitet. Das ursprüngliche Nachwort von Artur Henkel wurde durch eine erweiterte Fassung ersetzt.
Der Ausgabeneinleitung des Deutschen Taschenbuch Verlags sowie teilweise dem Nachwort von Arthur Henkel entnommen.




 
  A57A
Title:Altdeutsches Liederbuch (OLMS)
Publisher:Böhme, Franz Magnus. Breitkopf & Härtel / Wiesbaden
Year or Century of Publication:1877 / 1966
Additional Information:660 Lieder in Text und Melodie auf 832 Seiten.
Volkslieder der Deutschen nach Wort und Weise aus dem 12. bis zum 17. Jahrhundert.

Auszug aus dem Vorwort des Verfassers Franz M. Böhme:
'Deutschland gilt mit Recht als das liederreichste, sangeslustigste und sangeskräftigste Land der Erde: trotzdem haben wir Deutschen noch keine Sammlung unserer Volkslieder mit ihren Weisen aus alter Zeit. Deutsche Volkspoesie der Vorzeit und damit zugleich alte deutsche Sitte und deutsches Volksthum der Vergessenheit zu bewahren hat es zwar seit einem Jahrhundert nicht an Männern gefehlt, die es als ihre schönste Lebensaufgabe betrachteten, die alten verschütteten Denkmäler aufzusuchen und durch Veröffentlichung wiederaufgegrabener Schätze auch Andern Gelegenheiten zu geben, sich in die Vergangenheit mit ihren Sitten und Unsitten zurück zu versetzten, zu lernen oder sich an alten Sagen, Märchen und Liedern erfrischen.
Seit Herders Vorantritt hat man dem Volksliede in Deutschland eine rege Aufmerksamkeit gezollt, den Worten desselben in allen Gauen nachgeforscht. Mit hochschätzbaren Provinzialsammlungen beschenkten unsere Literatur Meinert (Kuhländchen), Hoffmann (Schlesien), Meier (Schwaben), Müllenhoff (Schleswig-Holstein), Ditfurth (Franken), Pröhle (Harz), M. Schuster (Siebenbürgen) und Andere. Wir haben auch allgemeine Sammlungen seit dem 'Wunderhorn' bis auf Simrocks und Fr. Mittlers's Volkslieder, darin Altes und Neues in Menge, aber ohne Musik dargeboten wird. Die vom allverehrten deutschen Dichter und gelehrten Forscher L. Uhland 1844-45 herausgegebene Sammlung 'Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder' war der erste und wohlgelungene Versuch einer kritischen Behandlung des alten Volksliedes. Sie hat als grundlegendes, kanonisches Werk über mittelalterliches Volsklied die verdiente Anerkennung überall gefunden; eine Blumenlese edelster Art hat sie durch planmäßige dargebotene, kritisch gereinigte Texte einen hohen wissenschaftlichen Werth. Und in der Auswahl, wer könnte einen seinen Sinn und richtigen Takt bethätigen, als Uhland es gethan, der auf die geheimsten Regungen der Volksmuse lauschende Freund, Kenner und Förderer des Deutschthums! Aber doch mit seiner hochschätzbaren Sammlung das Bild des mittelalterlichen Volksgesanges uns nur erst halb entrollt, so lange die zu den Texten gehörenden, wirklich nor vorhandenen Sangweisen fehlen. -----

Ich glaube nicht, daß die überreizten, verwöhnten Ohren des gegenwärtigen Geschlechts an diesen primitiven Melodien Wohlgefallen finden, an ihrem Ernst und ihrer Kraft sich wieder zu erfrischen und zu stählen suchen werden und man jemals wieder zu jener Einfachheit des Gesanges der Vorzeit zurückkehren wird: denn andere Zeiten, andere Lieder! Auch wird mein Buch kaum dazu beitragen können, den guten alten Volksgesang im Herzen des deutschen Volks wieder erstehen zu machen, der leider auf der großen Landstraße und in den Städten längst verschwunden ist und nur noch in wenigen abgeschlossenen Thälern sich kümmerlich fristet, nächstens aber wohl erlöschen wird. Nun, so möge es mit seinen Denkmälern deutscher Herzinnigkeit und Sangeslust der Vorzeit uns und unsern Nachkommensagen: 'So war es einst!' Und so zieht denn hinaus, ihr alten, längst verklungenen Lieder, und macht euch Freunde!'
Dresden, am 2. September 1876.


 
  A58
Title:Volkstümliche Lieder der Deutschen (OLMS)
Publisher:Böhme, Franz Magnus. Breitkopf & Härtel / Wiesbaden
Year or Century of Publication:1895 / 1970
Additional Information:780 Texte samt Melodien auf 628 Seiten. Mit Erläuterungen zu den Liedern.

Nach Wort und Weise aus alten Drucken und Handschriften, sowie aus Volksmund zusammengebracht, mit
kritisch-historischen Anmerkungen versehen und herausgegeben von Franz Magnus Böhme.

Auszug aus dem Vorwort:
'Was singt das Volk? Auf diese Frage, welche für Volkserziehung und Kulturgeschichte sowie für Dichter, Komponisten und Literaturhistoriker nicht gleichgiltig sein kann, lautet die auf Beobachtung gestützte Antwort: das Volk singt nicht nur seine alten Lieder der Überlieferung von ungenannten Verfassern, Volkslieder im engeren Sinne, sondern daneben auch eine Menge von Liedern in der einfachen Art der Volkslieder, durch Kunstdichter verfaßt, deren Verfasser zumeist nachweisbar sind: das sind die sogenannten volksthümlichen Lieder oder Volkslieder im weiteren Sinne. Außer diesen werden noch Gesänge von zweifelhaflem Werthe gehört, die als Flugblätter 'gedruckt in diesem Jahr' auf Jahrmärkten verkauft, oder als Tingeltangelverse in Spielhallen, oder als Couplet in niederen Possen und Operetten gesungen wurden und auf diesen Wegen ins Volk eingedrungen sind. Diese modernen Gassenhauer haben hinsichtlich des Ursprungs mit dem Volksliede etwas gemeinsam, nicht aber deren Werth und Lebensdauer; glücklicherweise treten sie nur vorübergehend auf, und nachdem sie eine kurze Zeit Mode gewesen, verschwinden sie wieder.

Wir befassen uns hier mit den volksthümlichen Liedern (der Name ist nicht durch Hoffmann von Fallersleben erst aufgekommen, sondern schon 1835 vom Freiherrn von Erlach in seinen Volksliedern, V. Band S.23, gebraucht.)
Das volksthümliche Lied entstammt den Kreisen der Gebildeten, ist aber nach Inhalt und Sprache in dem allgemein verständlichen Ausdrücken und Wendungen abgefaßt und wird darum von den Massen gesungen. Die ansprechenden Kunstdichtungen werden aber zu wirklichen Volksliedern, sobald das Volk sie in seiner Art 'verarbeitet' hat.
Wodurch unterscheidet sich das volksthümliche Lied vom echten Volkslied? Das ist schwer zu bestimmen, zuweilen ganz unmöglich, weil die Frage 'Was sind Volkslieder?' unter die Vexirfragen gehört, der Begriff sehr dehnbar und eine Definition nicht in wenig Worten zu erschöpfen ist. Nach einer befriedigenden Definition habe ich mich vergeblich umgesehen. Eins landläufige Erklärung sagt: Volkslieder sind im Volke selbst entstanden, aus seinem Denken und Empfinden hervorgegangene, leicht singbare Lieder von ungebildeten(?), meinst ungenannten(?) Verfassern, und durch Überlieferung verbreitet. Daran ist viel auszusetzen. Die Lieder sollen im Volke entstanden? Vom Volke verfaßt sein?
das muß erst erst umgeschrieben werden, wenn es Sinn haben soll. Das Volk als solches dichtet niemals, sondern immer nur ein Einzelner, die Andern aber nehmen das Gedicht auf, weil es ihrem Gefühle und Bildungskreise entspricht und gefällt, singen es nach, ändern daran, bis endlich niemand mehr weiß, wer der Verfasser ist. Ein Einzelner kann auch nicht mehr als der wirkliche Verfasser gelten, da viele an dem ursprünglichen Texte oder Tone gearbeitet, weshalb man sagen darf: eine Vielheit (das Volk) hat es nach und nach verfaßt. So nur ist Uhland zu verstehen, wenn er sagt: 'Es ist bloße Redeform, daß Völker dichten. Der Drang, der in den einzelnen Menschen inwohnt, ein geistiges Bild seines Wesens und seines Lebens zu geben, ist auch in ganzen Völkern wirksam.' In diesem gemeinsamen Hervorbringen haftet der Begriff der Volkspoesie.' Dresden, am 11. März 1895. Franz Magnus Böhme


 
  A57-1
Title:Deutscher Liederhort 1 (OLMS)
Publisher:Böhme, J. und Ludwig Erk. Breitkopf & Härtel / Wiesbaden
Year or Century of Publication:1894 / 1988
Additional Information:Deutscher Liederhort - Volkslieder von 1450 bis 1833.
Die gesamte Sammlung (Band I-3) enthält 2,175 Texte samt Melodien und Anmerkungen zu jedem Lied auf 2,375 Seiten.
Band I enthält 220 Liedtexte samt Melodien auf 656 Seiten.
Inhalt des ersten Bandes:
Band I. - Buch der Lieder. Erzählende Volkslieder aus dem Gebiete Sage und Dichtung.
Nachklänge der Göttersage (Zaubermären), Seite 1-6
Heldensage, Seite 62-101
Ritter- und Räubersagen, Seite 105-159
Sagen von Mordthaten, unschuldig Gefangene und Hinrichtungen, Seite 160-235
Liebesgeschichten mit glücklichem Ausgang, Seite 236-285
Liebesgeschichten mit tragischem Schluß, Seite 289-411
Schalks- und Schelmenlieder (Liebesabenteuer und betrogene Liebe), Seite 412-461
Schwänke in Liedform (scherzhafte Erzählungen, mitunter satirisch), Seite 462-506
Thiersage und Pflanzenmärchen, Seite 507-549
Denkwürdige Familiengeschichten, Seite 549-593
Todtensagen (Todesahnung, Geisterliebe, Grabesstimmen), Seite 594-619
Gottesgerichte und Höllenstrafen (Mahnlieder), Seite 619-655

Auswahl der vorzüglicheren Deutschen Volkslieder nach Wort und Weise aus der Vorzeit und Gegenwart gesammlt und erläutert von Ludwig Erk. Nach Erk's handschriftlichem Nachlasse und auf Grund eigener Sammlung neu bearbeitet und fortgesetz von Franz M. Böhme.

Mit einer umfangreichen Auflistung und Beschreibung historischer Lieder-Handschriften und Liederbücher sämtlicher Art.

Auszug aus dem Vorwort von Franz M. Böhme:
'Aus dem handschriftlichen Nachlasse des um die Sammlung, Forschung und Wiedereinführung der deutschen Volkslieder hochverdienten Professors und Königl. Musikdirektors Ludwig Erk (geboren 6, Januar 1807 zu Wetzlar, gestorben am 25. November 1883 als Seminarlehrer a.D. in Berlin) liegt hier sein bis an das Ende gepflegtes Lieblingswerk gedruckt vor: der in seinem l. Bande (1856) mit großem Beifall aufgenommene und hochgeschäzte 'Deutsche Liederhort' in neuer, erweiterter Gestalt.
Durch allerhöchste Kabinetsordre vom 26. März 1886 wurde Erk's Bibliothek samt dem handschriftlichen Nachlasse für die Bibliothek der Königl. Hochschule für Musik in Berlin angekauft. Das hohe K. Preußische Kultusministerium hat mir, dem langjährigen Freunde des heimgegangenen Meisters, die Fortsetzung und Herausgabe des ebenbesagten Werkes anvertraut und dadurch zugleich dem Wunsche der Erkschen Erben Folge gegeben. Diesem für mich ebenso ehrenden als verantwortrungsvollen Auftrage, an Erk's schon theilweise zum Druck vorbereitete große Arbeit die letzte Hand zu legen, unterzog ich mich um so lieber, als durch huldvolle Unterstützung der K. Preußischen Regierung nun Erk's Liederhort, ein Ehrendenkmal deutschen Fleißes und gründlicher Forschung, endlich vollständig zu Tage treten und ich zur Erfüllung eines längst gehegten Wunsches, altes und neues Volkslied einmal beisammen zu haben, das Meinige freudigen Herzens beitragen konnte. Wie ein BLick auf die Literatur lehrt, waren seit Herder in Deutschland gar Viele damit beschäftigt, den vaterländischen Liederschatz in verschiedenen Gegenden aus Volksmund zu sammeln und zu bergen. Die Herausgeber solcher Provinzial-Liedersammlungen haben durch ihre Bemühungen noch viele herrliche Blüthen des lebendigen Volksgesanges eingeheimscht. Dank ihnen!
Auch die längst verschollenen Lieder der Vergangenheit wurden in alten Drucken und Handschriften aufgesucht und in kritischen Sammlungen veröffentlicht, bloß nach ihrem Texte: durch Uhland, Hoffmann, Goedeke und Tittmann; mit Melodie: in meinem 'Altdeutschen Liederbuch', sogar mit altem, vierstimmigem Tonsatz: in 'Deutsches Leben im Volkslied 1530' durch Freiherr von Liliencron. Damit war aber noch nicht alles geschehen. Es fehlte uns Deutschen bisher ein Liederwerk: das von allen in alter und neuerer Zeit gesungenen Volksliedern darbietet, um von der lyrischen Volkspoesie der Deutschen ein Gesamtbild zu geben, den Zusammenhang zwischen altem und neuem Liede und den Entwicklungsgang erkennen zu lassen, und dadurch zunächst der Wissenschaft zu dienen, nebenbei auch gebildeten Freunden des Volksgesangs in Stunden der Erholung durch die dargebotene frische Naturpoesie gemüthliche Unterhaltung und edle Erheiterung zu verschaffen. Solch ein allgemeines deutsches Volksgesangbuch zu sein hat sich der Liederhort zur Aufgabe gemacht. Es ist die erste allgemeine, historisch-kritische Sammlung der werthvollsten Volkslieder nach Wort und Weise aus alter und neuer Zeit.' Dresden, im Herbstmonate 1892.



 
  A57-2
Title:Deutscher Liederhort 2 (OLMS)
Publisher:Böhme, J. und Ludwig Erk. Breitkopf & Härtel / Wiesbaden
Year or Century of Publication:1894 / 1988
Additional Information:Deutscher Liederhort - Volkslieder von 1450 bis 1833.
Die gesamte Sammlung (Band I-3) enthält 2,175 Texte samt Melodien und Anmerkungen zu jedem Lied auf 2,375 Seiten.
Band II enthält 838 Liedtexte samt Melodien auf 800 Seiten.

Inhalt von Band II:
II. Buch - Historische Lieder, Seite 1-186
III. Buch - Liebeslieder, Seite 187-542
IV. Buch - Abschieds- und Wanderlieder, Seite 543-597
V. Buch - Tagelieder und Kiltgesänge, Seite 587-633
VI. Buch - Hochzeits- und Ehestandslieder, nebst Nonnenklagen, Seite 634-708
VII. Buch - Tanz- und Spiellieder, Seite 709-800

Auswahl der vorzüglicheren Deutschen Volkslieder nach Wort und Weise aus der Vorzeit und Gegenwart gesammlt und erläutert von Ludwig Erk. Nach Erk's handschriftlichem Nachlasse und auf Grund eigener Sammlung neu bearbeitet und fortgesetz von Franz M. Böhme.


 
  A57-3
Title:Deutscher Liederhort 3 (OLMS)
Publisher:Böhme, J. und Ludwig Erk. Breitkopf & Härtel / Wiesbaden
Year or Century of Publication:1894 / 1988
Additional Information:Deutscher Liederhort - Volkslieder von 1450 bis 1833.
Die gesamte Sammlung (Band I-3) enthält 2,175 Texte samt Melodien auf 2,375 Seiten.
Band III enthält 1,114 Liedtexte samt Melodien auf 919 Seiten.

Auswahl der vorzüglicheren Deutschen Volkslieder nach Wort und Weise aus der Vorzeit und Gegenwart gesammlt und erläutert von Ludwig Erk. Nach Erk's handschriftlichem Nachlasse und auf Grund eigener Sammlung neu bearbeitet und fortgesetz von Franz M. Böhme.

Inhalt des III. Bandes:
VIII. Buch Räthsel-, Wett-, und Wunschlieder, nebst Lügenmärchen, Seite 1-56
IX. Buch Trink- und Zechlieder, Seite 57-100
X. Buch Ansingelieder an Volks- und Kirchenfesten, 101-165
XI. Buch Ständelieder (Berufslieder), Seite 166-501
XII. Buch Scherz-, Spiel-, und Spottlieder, Seite 502-552
XIII. Buch Vermischter Inhalt, Seite 553-578
XIV. Buch Einige Kinderlieder, Seite 579-624
XV. Buch Geistliche Lieder, Seite 625-819


 
  A1301
Title:Die historisch-politischen Volkslieder des Dreißigjährigen Krieges (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von und Karl Bartsch. Carl Winter's Universitätsbuchhandlung / Heidelberg
Year or Century of Publication:1882
Additional Information:Eine Text- und Notensammlung mit 130 Liedern auf 323 Seiten.
Mit interessantem Anhang 'darinnen Großer Herrren, Potentaten, Grandes, und Hoher Leute Humor Abgebildet und etwaß verdeckt repraesentirt würdt.


 
  SV463B
Title:Die Historischen Volkslieder des Bayerischen Heeres von 1620 - 1870 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von. C.G. Beck'schen Buchhhandlung / Nördlingen
Year or Century of Publication:1871
Additional Information:74 historische Texte und Melodien des Bayerischen Heeres von 1620-1870 auf 159 Seiten. Seiner Majestät dem Könige von
Bayern Ludwig II gewidmet.
Aus fliegenden Blättern, handschriftlichen Quellen und dem Volksmunde gesammelt und herausgegeben von Franz Wilhelm
Freiherrn von Ditfurth.
Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers: 'Historische Lieder des Heeres, wie sie in den breitesten Schichten desselben
entstehen und gesungen werden, sind unmittelbare Zeugnisse mehr oder weniger bedeutender Begebenheiten, in Ernst und
Scherz und Spott, von ihnen aufgefaßt und beurtheilt; sie sind dadurch ein sehr hochwerther Beitrag zur Erkenntnis der
eitstimmung und zwar gerade derjenigen Macht in deren Hand gewöhnlich das Schwert der Entscheidunbg liegt. Unter diesem
Gesichtspunkte besonders hat der Herausgeber die historischen Volkslieder der drei größten Heere, nach Wort und Weise,
zusammengestellt.
Hiervon erschienen bereits im vorigen Jahre '100 historische Volkslieder des Preußischen Heeres - von der Schlacht bei
Fehrbellin bis zu der von Königgrätz (1675-1866)'
Diejenigen des Österreichischen Heeres, von der letzten Belagerung Wien's durch die Türken, bis zu den Siegen Radetzky's
in Italien (1683-1849) sind bereits in den Händen des Herrn Verlegers in Wien; diejenigen des Bayerischen Heeres aber
finden hiermit ihre Veröffentlichung.'
Alle drei Gruppen entstammen derselben umfangreichen Sammlung deutscher historischer Volkslieder von 1648-1870, über
welche Ausführung im Vorwort erstgenannten Werkes mitgetheilt ist. Nürnberg im Dezember 1870.'


 
  SV463A
Title:Historische Volkslieder des Preußischen Heeres von 1675 bis 1866 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von. Ernst Siegfried Mittler und Sohn / Berlin
Year or Century of Publication:1869
Additional Information:100 Texte auf 157 Seiten mit Musikbeilagen. Aus fliegenden Blättern, handschriftlichen Quellen und dem Volksmunde gesammelt
und herausgegeben von Franz Wilhelm Freiherrn von Ditfurth.
Auszug aus dem Vorwort: 'Die hierdargebotenen historischen Volkslieder des preußischen Heeres sind einer sehr umfangreichen Sammlunbg deutscher geschichtlicher Volkslieder vom Jahre 1648-1866, theilweis mit Melodien, enthoben.
Diese letzere, schon von mehr als 40 jahren von mir begonnene, stetig fortgesetzte Sammlung ist bestimmnt, gerade die große, zweihunderjährige Lücke unsers deutschen historischen Volksliedes auszufüllen, für welche, im Vergleiche zum 15. und 16. Jahrhundert, bis jetzt nur Weniges vorliegt. Leider stehn, der Kosten wegen, zur Herausgabe noch solche Schwierigkeiten entgegen, daß dieselbe wol noch nicht zu erreichen sein wird.
So mag denn vorläufig eine vereinzelte Partie für sich erscheinen, um auch in dieser Gestalt Zeugnis abzulegen, daß es mit dem poetischen Volksgeiste, selbst in den trübsten Tagen unserer Geschichte, noch lange nicht so traurig bestellt war und ist, wie man auf Grund bisher dürftigen Materials, hat behaupten wollen.
Im Gegentheile tritt hier auf diesem kriegerischen Gebiete solche Fülle gesunder, kerniger, naturwüchsiger Poesie, in Scherz und Ernst, durch alle Tonarten zu uns heran, daß gleichzeitige Kunstdichtung, bis zu Anfang unseres Jahrhunbderts kaum Ebenbürtiges dagegen aufzuweisen hat. Nürnberg im März 1869.'



 
  SV465
Title:Historische Volkslieder aus dem 7jährigen Krieg (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von. Franz Lipperheide / Berlin
Year or Century of Publication:1871-2
Additional Information:83 historische Liedtexte auf 145 Seiten als historische Volkslieder des siebenjährigen Krieges (1756-1763) nebst geschichtlichen
und sonstigen Erläuterungen. Aus fliegenden Blättern, handschriftlichen Quellen und dem Volksmunde gesammelt und herausgegeben
von Franz Wilhelm Freiherr von Ditfurth.

Auszug aus der Einleitung der Sammlung:
'Großartige, tiefgreifende politische Begebenheiten in Deutschland haben stets auch auf dessen Literatur bedeutenden Einfluß geübt. Bei der ohnhin alumfassenden Regsamkeit deutschen Geistes liegt der Nachweis hierfür theils schon in der Natur der Sache, und dürfte nicht schwer zu geben sein; theils ist er bereits von unsern bessern Literarhistorikern geliefert worden. Das bei Letztern zur Darstellung Gekommne betrifft aber freilich mehr nur das seiner Zeit in Kunst und Wissenschaft Hervorragende; derjenige Theil, den das übrige Volk am geistigen Ringen and Kämpfen nahm, ist erst in neuster Zeit größerer Beachtung gewürdigt.
Gerade dieser Theil aber umfaßt in der ephemren Erscheinung seiner Lieder, Pasquille, Satyren und sonstigen verschiedenen
Arten und Formen der Darstellung, wie sie dem Zwecke zunächst dienen, die allgemeinere Stimmung, Ansicht und Gesinnung des Volkes selbst, in Lob und Tadel, Beifall und Mißfall, Theilname wie Verspottung, Verhöhnung, Verachtung, Haß und Liebe,Bewunderung and Abscheu, durch alle Stadien der Rohheit, Bosheit, des Witzes und der Naivität.'


 
  A1302
Title:52 ungedruckte Balladen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von. G.J. Göschen'sche Verlagsbuchhandlung / Stuttgart
Year or Century of Publication:1874
Additional Information:Eine Textsammlung mit 57 Texten auf 196 Seiten


 
  A52A
Title:Fränkische Volkslieder - Teil 1 Geistliche Lieder, Teil 2 Weltliche Lieder (OLMS)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von. Olms Verlag / Hildesheim
Year or Century of Publication:1855 / 1999
Additional Information:Teil 1 - Geistliche Lieder mit ihren zweistimmigen Weisen, wie sie vom Volke gesungen werden, aus dem Mund des Volkes selbst gesammelt und herausgegeben.
80 Lieder in Text und Melodie auf 154 Seiten

Auszug aus dem Vorwort zu den geistlichen Liedern:
'Die geistlichen Lieder die hier folgen, bilden den ersten Theil der bald erscheinenden fränkischen Volkslieder überhaupt.
Es war nicht Aufgabe Kirchenlieder zu geben, sondern grade vorzugsweise solche, die außerhalb der Kirche vom Volke gesungen werden, wobei allerdings manchein derselben gebräuchliche nicht ausgeschlossen bleiben konnten, sobald sie den volksthümlichen Character, besonders in den Melodien, an sich trugen.
Sie zerfallen selbst wieder in zwei Abtheilungen, obwohl gleichen Inhalts und ebenmäßig geordnet. Die in der ersten nämlich, finden sich den Weisen nach fast nur noch im Munde des Volkes vor, selbst die Worte sind noch zum größten Theil unedirt, und erhalten sich nur durch mündliche Mitheilung, fliegende Blätter und geschriebenen Liederbücher. Alle sind zweistimmig und genau so wiedergegeben, wie sie das Volk wirklich singt.

Diejenigen aber der zweiten Abtheilung sind dem Gebiete der Kunst entsprungen, in mehr oder weniger populairen Form; und nur einige Weisen scheinen aus dem weltlichen Liede hier aufs geistliche herübergezogen zu seyn.
Sie kamen wol besonders durch den ehemaligen Brauch ins Volk, nach welchem die Lehrer mit ihren Singchören bei verschiedenen Anlässen im Laufe des Jahres vor den Häusern der Ortsnachbaren zu singen pflegten; denn seit dem Abkommen dieses Brauches verstummen sie immer mehr, besonders die Mollweisen, während die Melodien er ersten Abtheilung unverändert fortbestehen. Auch sind sie jetzt fast nur noch von alten Leuten zu hören, die sie in der Schule so lernten. Dies Erlernen in der Schule erklärt auch sonst dem Volksmunde nicht geläufige Schwierigkeiten in Führung der zweiten Stimme.'

Teil 2 - Weltliche Lieder mit ihren zweistimmigen Weisen, wie sie vom Volke gesungen werden, aus dem Mund des Volkes selbst gesammelt und herausgegeben.
Aufgeteilt in folgende Themen:
Balladen, Liebeslieder, Hochzeit- und Ehestandslieder, Geschichtliche Lieder, Soldatenlieder, Jäger- und Wildschützenlieder, Handwerkslieder und Verwandtes, Zechlieder, Vermischtes.


Auszüge aus dem Vorwort zu den weltlichen Liedern:

Aus 'Inhalt und Ausdrucksweise':
'Der Inhalt des Volksliedes ist so verschiedenartig wie das Leben des Volkes selbst, aus welchem es ja, meist alks reines Gelegenheitsgedicht, entspringt. Bald sind es äußere, besondere Vorfälle und Begebenheiten, wie Krieg, Mord, Feuer- und Wassernoth und anderes Unglück, so wie wunderbare Rettung aus diesen Übeln, Verlieren und Wiederfinden des geliebten Gegenstandes u.a., bald die ganze Welt innerer Gefühle und Empfindungen, in Freude und Lust, Trauer und Leid, die hier zur Erscheinung kommen. Das Hauptthema aber, welches sich in unzähligen Abstufungen durch alle Stadien der Leidenschaft bewegt, ist die Liebe, und die dahin bezüglichen Lieder werden auch immer die allgemein gangbarsten und bleibendsten seyn, da ihr Inhalt wol am lebendingsten in jedes Menschen Brust wiedertönt, während die anderen mit der Erinnerung an den besonderen Vorfall leichter verhallen, oder einer Umbildung Raum geben. Diesere reiche Inhalt äußert sich bald stolz und kühnkräftig, bald wehmüthig und sehnsüchtig, bald ernst und zärtlich; immer aber dem Geiste des Liedes gemäß, wahrhaft lyrisch, fern von allem Gesuchten, von aller Reflexion, vielmehr wie sich von selbst gestaltend und überall auf Gesang gegründet. Weichliche Sentimentalität, oder gallige Verbissenheit und Giftigkeit, wie letzteres namentlich so viele moderne Freiheitslieder enthalten, kennt das echte Volkslied nicht. Ein von so viel Galle bittere Wund singt doch wol auch nicht mehr, und das Volk liebt die Süßigkeit des Gesangs.'

Aus 'Form':
'Auch die Form des Volksliedes ist mehrfacher Art, wiewol überall doich höchst einfach. Die am meisten vorkommende und daher auch in sich als erste Grundform anzunehmende, ist der dreigliedrige Bau, welcher am deutlchsten in den sechs- und achtzeiligen Gesätzemn hervortritt. Da wo mehr oder weniger Zeilen vorhanden sind, erscheint dieser dreigliedrige Grundbau in der Melodie, sofern er sich nicht, wie meist in den vierzeiligen Liedern, in die andere Grundform, in die zweigliedrige zurückzieht.'



 
  A1312
Title:Die Historischen Volkslieder vom Ende des 30jährigen Krieges 1648 bis zum Beginn des 7jährigen Krieges 1756 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von. Verlag von Gebr. Henninger / Heilbronn
Year or Century of Publication:1877
Additional Information:158 Text auf 376 Seiten.
Historische Volkslieder vom Ende des dreißigjährigen Krieges, 1648 bis zum Beginn des siebenjährigen, 1756. Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser Wilhelm I.
dem sieg- und ruhmgekröntem Wiederhersteller des Reiches in tiefer Ehrfurcht und Ergebenheit gewidmet vom Herausgeber.

Aus fliegenden Blättern, handschriftlichen Quellen und dem Volksmunde gesammelt von Franz Wilhelm Freiherrn von Ditfurth.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
' Vorliegende Sammlung reiht sich genau den früher von mir bei Lipperheide, Berlin 1861 und 1872, herausgegebenen historischen Volksliedern von 1756-1871 an, so daß nun der Cyclus von 1648-1871 vollständig abgeschlossen ist.
Der Herausgeber hat bald 50 Jahre des Sammelns aufgewandt, um das nöthige Material zu erhalten, wobei er leider fast ganz auf eigene Mittel und Mühen angewiesen blieb. Weder privates noch öffentliches Suchen um Beiträge, hat besonders Nennenswerthes beigesteuert. So hielt es sehr schwer für den hier gebotenen Zeitraum Ergänzendes zu beschaffen, und nur so viele Jahre steten Suchens, wie bedeutende Glücksfälle, haben dies vermocht.
Ob der Gegenstand diesen Aufwand von Mühe, Zeit und Kosten verdiente, mögen spätere Tage beantworten. Der Herausgeber wenigstens glaubte unserm Deutschen Volke mit den Ergebnissen seiner Forschungen eine Gabe bleibenden Werthes darzubieten, die außerdem wol größtentheils spurlos im Zeitstrome verschwunden wäre. In dieser Überzeugzung hat er sein Ziel, trotz unzähliger Hindernisse, unablässig verfolgt, obwohl ihm leicht der Weg zu viel müheloserer und gewinnreicherer literarischer Beschäftigung offen stand. Nürnberg, am 22. März 1877.'


 
  SV463
Title:Die historischen Volkslieder des Österreichischen Heeres 1638-1849 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von. Verlag von L.W. Seidel & Sohn / Wien
Year or Century of Publication:1874
Additional Information:60 Texte und Melodien auf 115 Seiten. Aus fliegenden Blättern, handschriftlichen Quellen und dem Volksmunde gesammlt und herausgegeben von Franz Wilhelm Freiherrn von Ditfurth.

Auszug aus dem Vorwort von Ditfurth:
'Auch diese historischen Volkslieder des österreichischen Heeres sind, wie die im Herbste 1869 von mir herausgegebenen 'Einhundert historische Volkslieder des preußischen Heeres', einer sehr umfangreichen, seit mehr als 40 Jahren fortgesetzten Sammlung deutscher historischer Volklslieder von 1648 bis zur Neuzeit entnommen.
Sie sind nach denselben Grundsätzen der Auswahl, Anordnung und Schreibweise behandelt, und geben ebenso durch glücklichen Ein- und Ausgangspunkt ein vollkommen in sich abgeschlossenes Ganzes.
Im Munde des Volkes, wie des Heeres selbst, wird gegenwärtig, außer dem bekannten 'Prinz Eugen, der edle Ritter', kaum wol noch etwas davon, besonders aus früherer Zeit, erhalten sein, und ein heutiger Sammler dürfte vergebens danach suchen.

Wie selten diese Lieder überhaupt noch vorhanden sein mögen, geht schon daraus hervor, daß mir im Laufe so vieler Jahre und bei ausgedehntester Nachforschung, Doubletten nur ausnahmsweise zur Hand kamen.
Als ich aber vor 40 Jahren und schon früher zu sammeln begann, lebten noch viel alte Leute aus den Zeiten des Siebenjährigen und der nachfolgenden Kriege, deren mündlicher Überlieferung, geschriebenen Liederbüchern und fliegenden Blättern das meiste des hier Zusammengetragenen entstammt. Nürnberg, im April 1870.'


 
  A52
Title:Deutsche Volks & Gesellschaftslieder des 17. und 18. Jahrhunderts (OLMS)
Publisher:Ditfurth, Franz Wilhem Freiherr von. / Nördlingen
Year or Century of Publication:1872 / 1965
Additional Information:281 Texte auf 344 Seiten

Auszug aus dem Vorwort:
'Die Lieder vorliegender Sammlung stammen aus einer sehr großen Masse fliegender Blätter und handschriftlicher Aufzeichnungen, die mir seit dem Jahre 1828 zur Benutzung zukamen, und von denen ich noch eine ziemliche Anzahl besitze.
Bei der Zusammenstellung war ein doppelter Gesichtspunkt maßgebend: es sollte vorwiegend die Periode von Mitte des 17. bis zu derjenigen des 18. Jahrhunderts Berücksichtigung finden, in dieser Begrenzung aber nur Werthvolles und zugleich noch Unediertes geboten werden.
Bekanntlich ist dieser Zeitraum der unerquicklichste unserer poetischen Literatur; es gehört viel Geduld dazu, sich durch den Wulst der trivialen mit ausländischen Wörterkram verbrämten Lyrik zu arbeiten, um endlich ein Goldkorn zu entdecken.
Dies ist der Grund warum es so lange Zeit bedurfte, die Sammlung zur jetzigen Reife zu bringen. ......
Bereits im Jahre 1842 ward in Tübingen mit Ludwig Uhland der Plan zu einer Herausgabe besprochen, und nebst andern auch diese freilich damals noch geringere Sammlung geprüft.
Er gab seine vollste Theilname zu erkennen und bezeigte große Freude an der Schönheit des auch hier wieder der Vergessenheit Entzogenen.
Als ich eines Nachmittags in meiner Wohnung mit Silcher die Weisen, namentlich der Soldaten-, Jäger-, Studenten-, und Wanderlieder u.a. vornahm, kam gegen 4 Uhr Uhland. Auf sein Ersuchen, in unserer Beschäftigung doch ja fortfahren zu wollen, er werde der aufmerksamste Zuhöher sein, sangen und lasen wir ihm fast den größten Theil derselben vor, so daß es darüber dämmerig ward. Wir hatten völlig die Zeit vergessen. Beim Auseinandergehen gestand er, daß er eigentlich gekommen sei, mich für den Abend zu sich einzuladen, daß er es aber aus Interesse am Gegenstande unsrere Unterhaltung ganz vergessen habe.
Gern hätt' er einige der Balladen, etliche der Soldaten- und Jäger-, Studenten-, und Wanderlieder seiner Sammlung einverleibt, mochte jedoch der Publikation durch mich nicht vorgreifen.' Nürnberg, im Dezember 1871.



 
  A1309
Title:Balladen und Lieder (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Dorpatsche Censur-Comite. Dorpat
Year or Century of Publication:1846
Additional Information:81 Balladen und Lieder von -r-, S-b, C. Glitsch, A.W. von Wittorf und C. Stern auf 255 Seiten.


 
  A59-1
Title:Die Volkslieder der Deutschen - Band 1 (Reprografischer Nachdruck)
Publisher:Erlach, Friedrich Karl Freiherr von. Heinrich Hoff / Mannheim (Georg Olms Verlagsbuchhandlung / Hildesheim)
Year or Century of Publication:1834, 1969
Additional Information:Die Volkslieder der Deutschen - Eine vollständige Sammlung in 5 Bänden der vorzüglichen deutschen Volkslieder von der Mitte des 15. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (1450 bis 1833).
Herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Friedrich Karl Freiherr von Erlach.
Band I - Lieder-Überschriften:
Von bekannten Dichtern des 16. Jahrhunderts, Seite 13- 87
Aus Boje's deutschem Museo, Seite 89-122
Aus der Brüder Grimm altdeutschen Wäldern, Seite 124-127
Aus Vulpius Curiositäten, Seite 128-147
Aus Herders Volksliedern, Seite 150-160
Aus Elwerts ungedruckten Resten alten Gesanges, Seite 165-178
Aus Eschenburgs Denkmälern altdeutscher Dichtkunst, Seite 181-215
Aus Görres altdeutschen Volks- und Meisterliedern, Seite 226-294
Aus Liedersammlungen und anderen Schriften des 16. und 17. Jahrhunderts, Seite 301-364
Aus des Knaben Wunderhorn, Seite 366-456
Handwerkslieder, Seite 462-509

Den allverehrten deutschen Dichtern Friedrich Rückert, Ludwig Tieck und Ludwig Uhland aus innigster Hochauchtung zugeeignet.

Auszug aus den Vorerinnerungen:
'Möge denn nun aus diesen Liedern, welches das wirkliche Leben in so mannigfaltigen Verhältnissen und Lagen, mit all seinen Freuden und Leiden, Thorheiten und Widersprüchen darstellen, die Stimme des deutschen Volkes jener vielfach bewegten Jahrhuderte in erfreulichen Tönen zu uns herüber sprechen, und das häusliche, wandernde, kriegerische und religiöse Leben, Lieben und Treiben unsere, Vorvordern, vernehmlicher als in unbeweglichen Bildern augenblicklicher Darstellung, oder in trocknen Worten geschichtlicher Aufzeichnung vor uns stehn.
Allen Freunden und Beförderern der vorliegenden Voksliedersammlung meine herzlichen, innigsten Dank.'
Mannheim, Ende November 1833. F. K. v. E.




 
  A59-2
Title:Die Volkslieder der Deutschen - Band 2 (Reprografischer Nachdruck)
Publisher:Erlach, Friedrich Karl Freiherr von. Heinrich Hoff / Mannheim (Georg Olms Verlagsbuchhandlung / Hildesheim)
Year or Century of Publication:1834, 1969
Additional Information:Die Volkslieder der Deutschen - Eine vollständige Sammlung in 5 Bänden der vorzüglichen deutschen Volkslieder von der Mitte des 15. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (1450 bis 1833).
Herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Friedrich Karl Freiherr von Erlach.
Band II - Lieder-Überschriften:
Aus Gräters Bragur, Seite 5-59
Aus Adelungs Magazin für deutsche Sprache, Seite 65-84
Aus Vulpius Vorzeit, Seite 92-105
Aus Nikolais feinem kleinen Almanach, Seite 107-122
Aus Heinrich Stillings Jugend und Jünglingsjahren, Seite 124-130
Aus Bothes Frühlings-Almanach für 1806, Seite 133-137
Aus von Seckendorf altholländischer u. altdeutscher Volkslieder, Seite 149-158
Aus Wolfs historischen Volksliedern, Seite 161-340
Kriegs- und Soldatenlieder, Seite 345-522
Fliegende Blätter meist aus des Knaben Wunderhorn, Seite 524-599


 
  A59-3
Title:Die Volkslieder der Deutschen - Band 3 (Reprografischer Nachdruck)
Publisher:Erlach, Friedrich Karl Freiherr von. Heinrich Hoff / Mannheim (Georg Olms Verlagsbuchhandlung / Hildesheim)
Year or Century of Publication:1834, 1969
Additional Information:Die Volkslieder der Deutschen - Eine vollständige Sammlung in 5 Bänden der vorzüglichen deutschen Volkslieder von der Mitte des 15. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (1450 bis 1833).
Herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Friedrich Karl Freiherr von Erlach.
Band III - Lieder-Überschriften:
Aus Docens Wiszellaneen, Seite 5-34
Aus Büschings wöchentlichen Nachrichten, Seite 35-60
Aus der Zeitschrift 'Wünschelruthe', Seite 62-69
Aus Büschings und v.d. Hagens Volkslieder, Seite 77-170
Aus Haugs poetischem Lustwald, Seite 171-192
Aus Bardale, Sammlung auserlesener Volkslieder, Seite 194-200
Von den vorzüglichen Dichtern des 17. Jahrhunderts, Seite 201-446
Alte Balladen und Lieder, meist aus neueren poetischen Schriften, Seite 448-502
Alte deutsche Volkssagen in neuem Gewande, Seite 503-595


 
  A59-4
Title:Die Volkslieder der Deutschen - Band 4 (Reprografischer Nachdruck)
Publisher:Erlach, Friedrich Karl Freiherr von. Heinrich Hoff / Mannheim (Georg Olms Verlagsbuchhandlung / Hildesheim)
Year or Century of Publication:1834, 1969
Additional Information:Die Volkslieder der Deutschen - Eine vollständige Sammlung in 5 Bänden der vorzüglichen deutschen Volkslieder von der Mitte des 15. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (1450 bis 1833).
Herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Friedrich Karl Freiherr von Erlach.
Band IV - Lieder-Überschriften:
Aus Zarnacks deutschen Volksliedern, Seite 5-41
Mündliche Überlieferungen, Seite 42-194
Lieder in abweichenden Mundarten, Seite 196-397
Kinderlieder, Seite 400-463
Lieder für Deutsche, Seite 471-502
Gesellige Lieder, Seite 505-527
Trinklieder, Seite 530-594


 
  A59-5
Title:Die Volkslieder der Deutschen - Band 5 (Reprografischer Nachdruck)
Publisher:Erlach, Friedrich Karl Freiherr von. Heinrich Hoff / Mannheim (Georg Olms Verlagsbuchhandlung / Hildesheim)
Year or Century of Publication:1834, 1969
Additional Information:Die Volkslieder der Deutschen - Eine vollständige Sammlung in 5 Bänden der vorzüglichen deutschen Volkslieder von der Mitte des 15. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (1450 bis 1833).
Herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Friedrich Karl Freiherr von Erlach.
Band V - Lieder-Überschriften:
Volksthümliche Lieder des 18. Und 19. Jahrhunderts in 3 Abtheilungen, Seite 5-529
Aus Sing- und Schauspielen von deutschen Tonkünstlern, Seite 531-622


 
  HR31
Title:Schlesische Volkslieder mit Melodien (OLMS Reprint)
Publisher:Fallersleben, Hoffman von. Breitkopf & Härtel / Leipzig
Year or Century of Publication:1842/1973
Additional Information:300 Texte samt Melodien auf 362 Seiten.
Aus dem Munde des Volkes gesammelt und herausgegben von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter.
Beigebunden ist 'Deutsche Volkslieder - Eine Nachlese aus Schlesien' von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben.

Auszug aus dem Vorwort:
'Im Sommer 1836 besuchte ich einen Freund auf dem Lande. Ich hörte gegen Abend die Grasmädchen singen. Ich forschte nach - sie sangen Volkslieder, die mir des Sammelns werth erschienen. Ich erhielt nachher von der Hand eines dieser Mädchen Aufzeichnungen und faßte nun den Entschluß, in Schlesien weiter nach Volksliedern zu suchen. Einige Jahre später gewann ich die Überzeugung, daß Schlesien wirklich noch eine unbenutzte und ergiebige Fundgrube für das deutsche Volkslied sei. Mancher glückliche Fund und die eifrige Unterstützung einiger Freunde führten mich auf den Gedanken, eine Sammlung schlesischer Volkslieder aus dem Munde des Volkes zu veranstalten. Ich verband mich zu diesem Zwecke mit meinem Freund Richter. Wir theilten uns die Arbeit: ihm sei der musicalische Theil, mir das Übrige zu.
Im Januar 1839 machte ich in den Breslauer Zeitungen auf user Unternehmen aufmerksam. Zu Ende des Jahres bat ich in unser beider Namen die Freunde des Volksgesangs, uns mit Beiträgen zu unterstützen. Um ihnen deutlich zu machen, was für eine Art Lieder wir suchten, fügte ich ein großes Verzeichnis von Volksliederanfängen hinzu. Unsre Bitte blieb nicht ganz erfolglos, doch wären wir auf diesem Wege niemsls zu einem sonderlichen Ergebisse gelangt, wenn wir nicht einen anderen eingeschlagen hätten. Richter suchte die Zöglinge des hiesigen evangelischen Schullehrerseminars für unser Unternehmen zu gewinnen und wußte sie auf das aufmerksam zu machen, worauf es hier eigentlich ankomme. Wir erhielten gleich nach dem ersten Ferienausfluge der Seminaristen eine große Ausbeute, Texte und Melodien aus den verschiedensten Gegenden. Auf ähnliche Weise wie Richter wußte und Herr Oberlehrer Karow I. durch die Bunzlauer Seminaristen viele vortreffliche Beiträge zu verschaffen. Da wir selbst nur in Breslau und den nächsten Umgebungen sammeln konnten, so mußten wir anderswo uns auf die Unterstützung unserer Freunde und Bekannten verlassen. Der gute Wille war nirgend zu verkennen: man sendete uns Texte und Melodien in großer Anzahl, leider aber oft solche die gar nicht für unsere Zwecke paßten. Viele Sammler wußten gar nicht, worauf es ankam: sie schickten, was sie unter dem Volke gehört hatten. Deshalb fühlte ich mich veranlaßt, näher das zu bezeichnen was wir wünschten. Dies geschah denn am 15. Juni 1840 in beiden hiesigen Zeitungen.' Breslau den 1. November 1842. Hoffmann von Fallersleben.

'Es bleibt dem Unterzeichneten, die Melodien in unserer Sammlung betreffend, im Ganzen wenig zu bemerken übrig; sie werden für sich selbst sprechen. Sie leben im Volke und sind sein Eigenthum geworden; sie kommen vom Herzen und gehen zum Herzen. Einfach in der Tonfolge, im Rhythmus und in der Modulation, sind sie jedem verständlich, der seinen Geschmack noch nicht gänzlich an modernem Geklingel verdorben hat. Dabei bieten sie für den Musiker so viele interessante Züge, hinsichtlich der Construction u.s.w dar, daß die Beschäftigung mit denselben eben so angenehm als lehrreich ist. Es ist wahrscheinlich bewunderswerth, wie das erfindende oder umbildende Volk, welches die Gesetze, nach denen der Künstler seine Melodien bildet, nicht gekannt, sondern nur ohne alle klare Anschauung im Gefühle getragen hat, für den jedesmaligen Gefühlsmoment stets das Rechte getroffen hat. Der harmonischen Begleitung sind die Melodien wohl fähig, aber sie bedürfen - im Gegensatz zu den meisten neueren Compositionen - derselben nicht. Aus diesem Grunde ist auch nur hier und da eine zweite Stimme beigefügt worden. Das Volk bildet, wenn zufällige Umstände dies erheischen, ohne Lehrmeister und auf der Stelle eine zweite Stimme. Tonika und Dominante, also die für die Naturtöne angewiesenen Begleiter, geben in der Regel den Stoff. Ich habe die von ihren Feldarbeiten am Feierabend zurückkehrenden Landleute oft belauscht und diese meine Ansichten bestätigt gefunden. Auffallend war es mir dabei, daß man die Lieder fast durchweg sehr hoch anstimmte. Männer- und Frauenstimmen sangen in der Regel unisono, und mischte sich bei manchem Liede eine Begleitung ein, so war sie jederzeit in der oben angegebenen Art und dann treffend.'
Breslau, im November 1842. Ernst Richter

Die Lieder sind in folgende Themenbereiche eingeordnet:
Balladen, Nr. 1-41
Märchen, Nr. 42-52
Liebeslieder, Nr. 53-170
Jägerlieder, Nr. 171-183
Ehestandslieder, Nr. 184-200
Handwerkslieder, Nr. 201-200
Soldatenlieder, Nr. 228-261
Vermischte Lieder, Nr. 262-270
Wiegenlieder, Nr. 272-276
Geistliche Lieder, Nr. 277-300



 
  A7
Title:Deutsches Volksgesangbuch (OLMS)
Publisher:Fallersleben, Hoffmann von. W. Engelmann / Leipzig
Year or Century of Publication:1848
Additional Information:179 Texte samt Noten auf 176 Seiten. Mit beigebundenen 'Deutschen Gassenliedern' (26 Texte).

Auszug aus dem Vorwort von Hoffmann von Fallersleben:
'Die bisherigen Liederbücher gehören in ihren wesentlichen Bestandtheilen einer Zeit an, wo das deutsche Volk sich nach Rang und Stand, in Zunft und Innung, oder Sonderinteressen gesellig zu bewegen wußte. Die Studenten hatten ihre besonderen Lieder, wie die Soldaten und Handwersburschen, und die Freimaurer und die Mitglieder gewisser Gesellschaften sangen viele Lieder, die nur für sie gedichtet und componiert waren.
Zu diesem alten Stamm von Liedern kamen in den Tagen der Befreiung 1813 vielerlei vaterländische. Sie waren das einzig Erhebende aus jener versprechenden Zeit, was man uns nicht zu verbieten wagte. So zeitmäßig diese Lieder einst waren, sie sind es heute nicht mehr; was damals für Freiheit galt, kann uns heute nicht genügen.
Durch die 33jährige Unterdrückung alles Frischen, freien und frohen Lebens in Deutschland hat auch Poesie und Gesang unendlich gelitten. Die Liedersammler durften nicht aus dem Kreise der Überlieferung hinausgehen, und wenn sie endlich auch gedurft hätten, es würde ihnen wenig geholfen haben: ihre Lieder, die irgend nur auf eine freiheitliche Entwicklung, eine bessere Zukunft hinausdeuteten, und für Deutschlands Freiheit und Einheit begeistern wollten, waren kaum vorhanden.
Dieses neue 'Volksgesangbuch' soll nun ein Versuch sein, das gute Alte in seiner reinsten Gestalt zu retten, dem eigentlichen Volksliede größere Theilnahme zu erwecken und zeitgemäße Lieder zu allgemeiner Ergötzung und Belehrung unter das Volk zu bringen.
Die Meoldien hat Herr Ludwig Erk besorgt und dadurch von neuem dargethan, daß er gründliche theoretische und historische Kenntnis der Musik mit feinem Geschmack für alles Volksthümliche im Gesang zu verbinden weiß.
Eine Vergleichung mit den Texten und Melodien in allen Liederbüchern muß jeden Unbefangenen bald überzeugen, daß vieljähriges Sammeln und Forschen diesem Buche einen Vorzug vor allen übrigen sichert.
Möge diese kleine Gabe, die heute am Tage aller Deutschen der besseren Zukunft des Vaterlandes gespendet wird, eine nachhaltig bleibende Freude aller Deutschen sein!'
Berlin, den 18. Mai 1848. Hoffmann von Fallersleben


 
  A53
Title:Bergliederbüchlein (OLMS)
Publisher:Georg Olms Verlag / Hildesheim / Zürich / New York
Year or Century of Publication:1936 / 1988
Additional Information:238 Texte auf 313 Seiten

Eine buntgemischte Singgut-Sammlung aus Mitteldeutschland um 1700 mit einer Einleitung neu herausgegeben von Gerhard Heilfurth. Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1936.

Auszug dem Vorwort der Leipziger Ausgabe von 1936:
'Das Bergliederbüchlein, das hier zum ersten Male vollständig in Neudruck erscheint, ist ein Unikum im Besitz der Leipziger Universitätsbibliothek. Es ist ein ziemlich dünnes und unscheinbares Bändchen in Kleinoktav (9x16 cm), enthaltend 233 Nummern (nach dem Register).' Elizabeth Mincoff-Marriage, Krasno Selo bei Sofia, im August 1936.

'Wenn Frau Dr.Elizabeth Mincoff-Marriage im Anschluß an Arthur Kopp das Bergliederbüchlein mit einleuchtenden Argumenten dem obersächsischen Gebiet zuweist, so kann nunmehr der Kreis noch enger gesteckt werden: die Sammlung gehört nach Ursprung und Umlauf dem Erzgebirge an und da wieder im besonderen dem bergmännischen Lebensraum. Die einzige in der zeitgenössischen Literatur auffindbare Erwähnung, die das Liederbuch mit einem Ort in Verbindung bringt, bezieht sich auf Freiberg, die berühmte Berghauptstadt des Landes, die ja auch in den Texten verhältnismäßig häufig, jedenfalls weitaus am häufigsten von den genannten Örtlichkeiten auftaucht. ......
Aber nicht nur diese Erwähnung, auch der Inhalt der Sammlung weist eindeutig auf die erzgebirgische Berglandschaft hin; durch die Bergmannslieder, die vielfach aufs Erzgebirge Bezug nehmen ...... und rund ein sechtel des Gesamtinhalts ausmachen. Es sind so viele, und sie sind in ihrer Art so eigenständige, daß sie in einem allgemeinen Singebuch gänzlich unangebracht gewesen wären. Sie erst verleihen der Sammung das bestimmte Gepräge und rechtfertigen ihren Titel 'Berg-Lieder-Büchlein'. Er hatte nur Sinn in einer Gegend, wo er verstanden wurde und infogedessen als zugkräftig gelten mußte, genau so, wie ursprünglich die Aufschrift 'Bergkreyen' im 16. Jahrhundert. Denn das Bestimmungswort 'Berg' deutet in der einschlägigen Sondersprache klar auf den Zusammenhang mit Bergwerk und Bergmann.'
Gerhard Heilfurth, Freiburg i.Br., im Juli 1936



 
  A1303A
Title:Deutsches Balladenbuch mit Holzschnitten und Zeichnungen - Teil A (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Georg Wigand's Verlag / Leipzig
Year or Century of Publication:1852
Additional Information:Die komplette Sammlung enthält insgesamt 120 Balladen-Texte auf 468 Seiten mit Holzschnitten und Zeichnungen von Adolf Ehrhardt, Theobald von Oer, Hermann Plüddermann, Ludwig Richter und Carl Schurig.
Teil A enthält 59 Balladen-Texte auf 231 Seiten.


 
  A1303B
Title:Deutsches Balladenbuch mit Holzschnitten und Zeichnungen - Teil B (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Georg Wigand's Verlag / Leipzig
Year or Century of Publication:1852
Additional Information:Die komplette Sammlung enthält insgesamt 120 Balladen-Texte auf 468 Seiten mit Holzschnitten und Zeichnungen von Adolf Ehrhardt, Theobald von Oer, Hermann Plüddermann, Ludwig Richter und Carl Schurig.
Teil B enthält 60 Balladen-Texte auf 237 Seiten.


 
  A1305
Title:Grubenklänge - Eine Liedersammlung für Bergleute, bergmännische Sänger, Chöre und Freunde des bergmännischen Gesangs (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Gewerkschaft der Zeche Wiesche. Verlag von F.H. Nieten / Mühlheim a.d. Ruhr
Year or Century of Publication:1840
Additional Information:164 Liedtexte auf 331 Seiten.

Auszug aus der Vorerinnerung:
' Mit einem fröhlichen Glück auf! bieten wir dem bergmännischen Publicum gegenwärtige Liedersammlung dar. Es sind Blätter und Blüthen, am freundlichen Ruhrufer gelesen und mit den poetischen Erzeugnissen anderer Bergreviere zu einem Kranze gewunden: Kohlen und Erzstufen sind's, zu friedlichem Verein untereinander aufgeschichtet. Wenn man bei einer Gabe weniger ihren Werth als ihre Absicht freundlich nachsichtig zu wägen pflegt, so dürfen wir uns einer freundlichen Aufnahme dieses Liederkranzes gewiß getrösten, wenn auch derselbe den idealen Anforderungen des höheren Kunstgeschmacks nicht überall entsprechen sollte.

Die nächste Veranlassung zu dieser Sammlung war der lang gehegte Wunsch, unsere bergmännischen Feste und Aufzüge durch den Klang des Berghautbois und des Sang unsrer Knappen vervollständigt zu sehen. Und naturgemäß wird es ja, wie Heinrich von Ofterdingen sagt: 'dem Bergmann an ermunternden Liedern nie fehlen; vielmehr sollte man meinen, daß ihn sein Beruf unwillkührlich zu Gesängen begeistern und die Musik eine willkommene Begleiterin der Bergleute sein müsse.' Mühlhreim an der Ruhr, im Monat Mai, 1840 . Die Gewerkschaft der Zeche Wiesche.


 
  A51
Title:Historische Volkslieder & Zeitgedichte vom 16. bis 19. Jahrhundert - Teil 1-3 (OLMS)
Publisher:Hartmann, August. Beck’sche Verlagsbuchhandlung / München
Year or Century of Publication:1907 / 1972
Additional Information:306 Texte, teilweise mit Noten auf 929 Seiten

Vom 16. bis 19. Jahrhundert. Gesammelt und erläutert von August Hartmann. 3 Bände in einem Band.
Herausgegeben von Hyacinth Abele.
Band 1 Bis zum Ende der dreißigjährigen Krieges
Band 2 Von Mitte de 17. bis zu der des 18. Jahrhunderts
Band 3 Von 1756 bis 1879

Auszug aus dem Vorwort des 1. Bandes:
'Nachfolgendes Werk beruht auf Liedern, welche ein Kapitel der seit langer Zeit von mir im Volk gesammelten
Überlieferungen (Sitten, Sagen, Schauspiele u.a.) bilden. Die historischen Gedichte aus der Liedersammlung zu nehmen und in einem eigenen Werk zu veröffentlichen, schien um so mehr geboten, da sich den im Volksmund erhobenen geschichtlichen Liedern bald viele in alten Drucken und Handschriften anschlossen. Für uns zunächst aus letzteren Quellen, wenngleich einst großenteils auch aus dem Volksmunde, stammen die Lieder der älteren Zeit, namentlich im ersten Band, dessen Inhalt sich bis zu Ende des dreißigjährigen Krieges erstrecken soll. .......
Deutschland besitzt schon eine Reihe von historischen Gedichtsammlungen. ....... Unter diesen zeichnet sich die des Freiherrn von Liliencron aus. Sie geht vom 13. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts (1554). Ich würde es mir sehr zur Ehre rechnen, wenn meine Sammlung gewissermaßen (zunächst der Zeit nach) als Fortsetzung derselben betrachtet werden könnte, allerdings in bescheidener Grenze. Sie beginnt in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts (ist also hier noch gleichzeitig mit jenem) und soll bis gegen unsere Zeit sich erstrecken.
Ihre örtliche Ausdehnung kann nicht nach Liliencron's Vorbild für ganz Deutschland durchgeführt werden. Der Quellenschatz in den unserer Zeit näherliegenden Jahrhunderten ist zu groß, als das man auch ihn für ein Werk noch vollständig beziehen könnte. Der Stoff nachfolgender Sammlung geht daher zunächst von meinem Heimatlande Bayern (in dessen heutigem Umfang) aus, berührt aber auch viele andere deutsche und manche außerdeutsche Gebiete, all dies meist in Zusammenhang mit der Geschichte des Reiches.' München, März 1907 Dr. August Hartmann.





 
  A1297A
Title:Liederbuch des Deutschen Volkes - Teil 1 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Hase, Carl, Felix Dahn, Carl Reinecke, Neue Auflage. Breitkopf und Härtel / Leipzig
Year or Century of Publication:1883
Additional Information:Die komplette Sammlung enthält 1000 Texte und Melodien auf 645 Seiten.
Dieser Band enthält 503 Texte teils mit Melodien auf 318 Seiten.

Auszug aus der Vorrede von Carl Hase 1843:
'Ein Kreis von Freunden hatte sich nach des Tages Arbeit in den Winterabenden daran erfreut, gute weltliche Lieder mit einander zu lesen und zu singen. Man hielt sich vornehmlich an den deutschen Volksgesang im engeren Sinne, die bekannten Sammlungen von Herder, Nicolai, Elwert, Büsching und von der Hagen, Brentano und von Arnim, zuletzt auch Erk und Irmer, wurden zu Rathe gezogen; daran brachte jeder von Liedern und Lesarten, was er in der Jugend, in der Heimat, oder auf der Wanderschaft gehört hatte; auch das Neue und Neuste der Kunstpoesie, was in der Kinderstube bis zu den Brettern, welche die Welt bedeuten, singt und klingt, fand seine Gönner.'


 
  A1297B
Title:Liederbuch des Deutschen Volkes - Teil 2 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Hase, Carl, Felix Dahn, Carl Reinecke, Neue Auflage. Breitkopf und Härtel / Leipzig
Year or Century of Publication:1883
Additional Information:Die komplette Sammlung enthält 1000 Texte und Melodien auf 645 Seiten.
Dieser Band enthält 496 Texte teils mit Melodien auf 327 Seiten.

Auszug aus der Vorrede von Carl Hase 1843:
'Ein Kreis von Freunden hatte sich nach des Tages Arbeit in den Winterabenden daran erfreut, gute weltliche Lieder mit einander zu lesen und zu singen. Man hielt sich vornehmlich an den deutschen Volksgesang im engeren Sinne, die bekannten Sammlungen von Herder, Nicolai, Elwert, Büsching und von der Hagen, Brentano und von Arnim, zuletzt auch Erk und Irmer, wurden zu Rathe gezogen; daran brachte jeder von Liedern und Lesarten, was er in der Jugend, in der Heimat, oder auf der Wanderschaft gehört hatte; auch das Neue und Neuste der Kunstpoesie, was in der Kinderstube bis zu den Brettern, welche die Welt bedeuten, singt und klingt, fand seine Gönner.'



 
  A372
Title:Stimmen der Völker in Liedern
Publisher:Herder, Johann Gottfried. VMA Verlag / Wiesbaden
Year or Century of Publication:
Additional Information:179 Texte auf 390 Seiten aufgeteilt in 2 Teilen mit je 3 Büchern plus Anhang.

Auszüge aus dem Nachwort von Christel Käschel 1966:
'........diese alten Dichtungen bewiesen ihm, daß allen Völkern die Gabe und Fähigkeit zum Gesang, zur Poesie eigen sind, daß sie nicht nur alleiniges 'Vorrecht gesitteter Völker' sind. Diese Dichtungen waren für Herder das beste Material, Ursprung und Entwicklung, Mentalität und Charakter der Völker und Nationen der Erde zu erforschen.
...... Herder sammelte, forschte und verbreitete die alte Poesie, weil er hoffte, daß von ihr fruchtbare Impulse auf die zeitgenössische ausstrahlen werden, weil er aus richtigem historischen Verständnis heraus hoffte, daß im lebendigen Durchdringen von Gegenwart und Vergangenheit deren progressives Erbgut freigelegt und für die Zukunft seiner Zeit genutzt werden kann.'


 
  A1310A
Title:Deutsche Historische Volkslieder - 2. Hundert (Aus Fr. Leonard Soltau's und Leysers Nachlaß) - Teil A (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Hildebrand, H.R. Verlag von Gustav Mayer / Leipzig
Year or Century of Publication:1856
Additional Information:Die komplette Sammlung enthält 100 Texte auf 514 Seiten.
Aus Soltau's und Leyser's Nachlaß und anderen Quellen.
Band A enthält 34 Texte nebst Anmerkungen auf 255 Seiten.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers H.R. Hildebrand:
'Vor nunmehr zwanzig Jahren erschien auf dem deutschen Büchermarkt ein Buch, das in dem einzelnen Gange der väterländischen Wissenschaft, in welchem es arbeitete, sich als ein Ereigniß geltend gemacht hat: Ein Hundert Deutsche Historische Volkslieder, gesammelt und in urkundlichen Texten chronologisch geordnet herausgegeben von Fr. Leonard von Soltau, Leipzig 1836. Äusserlich zwar hat es ein glänzendes Schicksal nicht gesehen, denn seine Auflage ist bis heute noch nicht ganz verkauft und es hat währenddem den Verlangseigenthümer mehrmals gewechselt; aber die Sachkenner erkannten ihm den Preis zu, daß es in seinem Gebiete grundlegend gewirkt habe, in den Literaturgeschichten steht es in seinem Fache oben an oder füllt es vielmehr fast allein aus, Geschichtsschreiber haben es hier und da als Quellenwerk benutzt, von Anthologien ist es als beste und erste Quelle mehrfach ausgebeutet worden.
Nun fand sich in Soltaus Nachlaß gesammelter Stoff zu einem zweiten 'Hundert' solcher Volsklieder, wie es da genannt war, und diese Stoffsammlung ist die Veranlassung des vorliegenden Buches; sie kam mir in die Hand mit dem Antrag, eben ein Buch daraus zu machen, nachdem derselbe Antrag schon von anderen Seiten abgelehnt worden war. Welches auch die Gründe dieser Ablehnung sein mochten, der angebotene Stoff, sah ich wol, konnte nicht allein daran schuld sein; zudem war ein anderer bewegender Zustand mitwirkend, nämlich der, daß die hinterlassene Familie Soltaus eine Verwerthung des Nachlasses dringend wünschte: So entschloß ich mich, zumal sich glücklicherweise ein Verleger fand, in Ermangelung eines Berufernern die Arbeit zu übernehmen, zu der ich freilich nicht viel mehr als ein warmes Interesse für das Volkslied mitbringen konnte.' Leipzig, im Januar 1856.



 
  A1310B
Title:Deutsche Historische Volkslieder - 2. Hundert (Aus Fr. Leonard Soltau's und Leysers Nachlaß) - Teil B (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Hildebrand, H.R. Verlag von Gustav Mayer / Leipzig
Year or Century of Publication:1856
Additional Information:Die komplette Sammlung enthält 100 Texte auf 514 Seiten.
Aus Soltau's und Leyser's Nachlaß und anderen Quellen.
Band B enthält 65 Texte nebst Anmerkungen auf 253 Seiten.

Aus dem Vorwort des Herausgebers H.R. Hildebrand:
'Vor nunmehr zwanzig Jahren erschien auf dem deutschen Büchermarkt ein Buch, das in dem einzelnen Gange der väterländischen Wissenschaft, in welchem es arbeitete, sich als ein Ereigniß geltend gemacht hat: Ein Hundert Deutsche Historische Volkslieder, gesammelt und in urkundlichen Texten chronologisch geordnet herausgegeben von Fr. Leonard von Soltau, Leipzig 1836. Äusserlich zwar hat es ein glänzendes Schicksal nicht gesehen, denn seine Auflage ist bis heute noch nicht ganz verkauft und es hat währenddem den Verlangseigenthümer mehrmals gewechselt; aber die Sachkenner erkannten ihm den Preis zu, daß es in seinem Gebiete grundlegend gewirkt habe, in den Literaturgeschichten steht es in seinem Fache oben an oder füllt es vielmehr fast allein aus, Geschichtsschreiber haben es hier und da als Quellenwerk benutzt, von Anthologien ist es als beste und erste Quelle mehrfach ausgebeutet worden. Nun fand sich in Soltaus Nachlaß gesammelter Stoff zu einem zweiten 'Hundert' solcher Volsklieder, wie es da genannt war, und diese Stoffsammlung ist die Veranlassung des vorliegenden Buches; sie kam mir in die Hand mit dem Antrag, eben ein Buch daraus zu machen, nachdem derselbe Antrag schon von anderen Seiten abgelehnt worden war. Welches auch die Gründe dieser Ablehnung sein mochten, der angebotene Stoff, sah ich wol, konnte nicht allein daran schuld sein; zudem war ein anderer bewegender Zustand mitwirkend, nämlich der, daß die hinterlassene Familie Soltaus eine Verwerthung des Nachlasses dringend wünschte: So entschloß ich mich, zumal sich glücklicherweise ein Verleger fand, in Ermangelung eines Berufernern die Arbeit zu übernehmen, zu der ich freilich nicht viel mehr als ein warmes Interesse für das Volkslied mitbringen konnte.' Leipzig, im Januar 1856.



 
  A54-1
Title:Deutsche Volkslieder 1 (OLMS)
Publisher:Kretschmar, Zuccalmaglio. Vereins Buchhandlung / Berlin
Year or Century of Publication:1840 / 1969
Additional Information:317 Texte samt Melodien auf 553 Seiten.
Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen von Preußen in tiefster Ehrfurt gewidmet.

Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen - Unter Mitwirkung des Herrn Professor Dr. Maßmann in München, des Herrn von Zuccalmaglio in Warschau und mehreren anderer Freunde der Volks-Poesie, nach handschriftlichen Quellen herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von A. Kretzschmer, Königlichem Geheimen Kriegsrath und Ritter u.a.
Erster Teil.

Auszug aus der Vorerinerung:
'Ich übergebe dem Publikum eine große Sammlung deutscher Volkslieder mit den Original-Weisen. Wir haben zwar in neuerer Zeit mancherlei Sammlungen dieser Art erhalten - ich beziehe mich ohne Berücksichtigung, was davon wirklich Volkslied ist, wirklich in dem Volke gedichtet, von ihm gesungen ist. Auf der anderen Seite haben wir auch Sammlungen, wie z.B. der kleine Almanach; Die Sammlung Volkslieder von Büsching und von der Hagen; die Lieder für Jung und Alt; Wolffs Bragga; die Bardale und die Volksgesänge von Baumstark k.k., die auch Weisen zu den gelieferten Liedern aufgenommen haben; theils aber sind dies immer nur einige wenige Lieder, theils trifft sie wegen der Lieder auch das oben bemerkte, hie und da wenigstens, theils sind die Weisen nicht alle Volksweisen; ......
Die von mir gelieferten Lieder sind dagegen sämmtlich deutsche und deutsch-schweizerischen Ursprungs; nur einige niederländische, aus einer älteren Zeit, finden darunter wo die Niederländer noch nicht zu einer besonderen Nation geworden, sondern auch noch deutsche Bewohner des burgundschen Kreisen waren; diese Lieder wurden ehemals und werden noch jetzt bei ihnen sowohl, wie am Niederrhein gesungen. Aus eben dem Grunde sind auch einige Lieder, die in Deutsch-Lothringen und im Elsaß gesungen wurden, aufgenommen worden; denn auch der deutsch gebliebene Rest des oberrheinischen Kreises singt sie noch ebenfalls.
Die aufgenommenen Lieder sind ferner höchst verschiedener Art, indessen lassen sie sich allenfalls unter einige Haupt-Abtheilungen classificieren. ......
Sie sind aber sämmtlich Volkslieder, d.h. vom Volke ausgegangen, naiv, frisch, und ohne strengen formellen Zusammenhang. Ich habe mich möglichst bemüht, kein Lied darunter aufzunehmen, das einen bestimmten gelehrten Verfasser hat; alle Lieder rühren von Naturdichtern her, und nicht solchen nüchteren, wie in neuerer Zeit z.B. Hiller, der Korbflechter war, sondern von solchen, die wahrhaft dichteten, ohne es zu wissen, daß sie dichteten, und die es vielleicht schon lange wieder vergessen hatten, daß das Lied von ihnen herrührte, als es zunächst von ihren ersten Genossen aufgefaßt, und dann, sich immer weiter verbreitend, bald von dem Volke ganzer Gegenden gesungen ward, das aber eben so auch den Verfassen nicht kannte, und sich darob nicht bekümmerte, welches dagegen das Lied und mit ganzer Seele sang, weil es in seinem Innern wiedertönte.
Auf ähnlicher Art sind die von mir gelieferten Weisen auch aus dem Volke, ihm unbewußt, aber dessen ganze Seele berührend, entstanden, wie die Worte, naiv und ohne strengen, gelehrten Zusammenhang, aber noch immer seit Jahrhunderten gleich frisch, rührend und einfach.' Anclam, im März 1838 A. Kretschmer.


 
  A54-2
Title:Deutsche Volkslieder 2 (OLMS)
Publisher:Kretschmar, Zuccalmaglio. Vereins Buchhandlung / Berlin
Year or Century of Publication:1840 / 1969
Additional Information:382 Texte samt Melodien auf 694 Seiten.

Als Fortsetzung des A. Kretschmerschen Werkes, gesammelt und mit Anmerkungen versehen von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio.
II. Teil

Auszug aus dem Vorwort:
'Ich glaube, daß es kein zu gewagtes Unternehmen meinerseits sei, die deutsche Volkslieder-Sammlung, welche der verstorbene Kriegsrath Kretzschmer begonnen, hiermit fortzusetzen. Seit meiner frühen Jugend war ich aufmerksam auf die Lieder, welche um mich hier im Volke am schönen Rheine erklangen, lauschte ich den alten Mären; und als ich der Schrift mächtig war, schrieb ich mir auf, was ich behalten, was ich gehört, und so wuchs unter meinen Händen nach und nach eine bedeutsame Sammlung an. Auf der Hochschule wurde ich durch meinen Lehrer Thibaut erst recht gewahr, welchen Schatz ich besaß, wurde mehr und mehr aufgemuntert, zu wahren und zu mehren, und so meinem Volke die Kleinode der Dicht- und Tonkunst zu sichern, welche jetzt durch die Fluth von fremden Singspielweisen, die durch Dreh-Orgeln auf allen Jahrmärkten sich verbreiten, allmählig aus dem Gedächtnisse des Volkes verdrängt werden. Keine Mühe ließ ich mir verdrießen, alles möglichst vollständig in meinen Heften niederzulegen, und dachte schon dran das Geborgene zu veröffentlichen, als Kretzschmer mir sein Werk ankündigte und mich um Beisteuer bat. Mir lag nur an der Sache, nichts an dem Namen, daher gab ich meinen gesamten Schatz, und der Anweisung, wie er zu gebrauchen.
........ Das eigentliche Lied theile ich in die Fächer: Lieder der Minne, Natur und Welt, Jagd- Zunft und Gewerks-Lieder, Zech- und Schalks-Lieder und Kinderlieder. Fächer, welche mir alles Gegebene genugsam zu umfassen scheinen.' Wilhelm von Waldbrühl (Zuccalmaglio).



 
  A56
Title:Deutsche Volkslieder (OLMS)
Publisher:Lewalter, Johann. Georg Olms Verlag / Hildesheim
Year or Century of Publication:1890 / 1982
Additional Information:5 Hefte in einem Band. Insgesamt 236 Lieder in Text und Melodie auf 437 Seiten.

In Niederhessen aus dem Munde des Volkes gesammelt mit einfacher Klavierbegleitung, geschichtlichen und vergleichenden Anmerkungen herausgegeben von Johann Lewalter.
Seinem väterlichen Freunde Herrn Albert Baier in Dankbarkeit und Verehrung zugeeignet.

Auszug aus dem Vorwort:
'Nachfolgende Lieder, welche das Landvolk nach der Arbeit, die Soldaten auf dem Marsche und die Kinder beim Spiel in Niederhessen singen, habe ich aus dem Munde des Volkes seit dem Jaher 1889 gesammelt. Ich schöpfte frisch von der Quelle, belauschte Burschen und Mädchen, Soldaten und Kinder beim Singen und schrieb Worte und Weisen der schönen Lieder genau so nieder, wie ich sie gehört, ohne etwas wegzulassen oder zuzusetzen.

Wenn man berücksichtigt, daß das eigentliche Volkslied in neuerer Zeit durch andere wertlose Gesänge, welche sich dem Landmanne aufdrängen, gefährdet ist, wird man die hier vorliegenden Sammlung gerechtfertigt finden. Wie eine Krankheit durcheilen dieses Jahr viele schädliche Lieder Deutschland, keine Stadt, kein einsames Dorf verschonend. Bis in die Spinnstuben, welche früher nur das wahre Volkslied pflegten, dringen sie ein und wirken zerstörend auf die alte Urwüchsichkeit und Reinheit. Da ist es in der That nötig, festzuhalten und aufzubewahren, was noch echtes Volksgut ist.
Während in den meisten der bisher erschienenen Volksliedersammlungen die Weisen übergangen oder nebensächlich behandelt worden sind, finden hier Worte und Weisen gleiche Berücksichtigung. Vilmar schreibt im 'Handbüchlein für Freunde des deutschen Volksliedes' mit Recht: - und doch wird ein Gedicht nur durch den Gesang unser ganzes volles Eigentum, das wir dasselbe gewissermaßen mit dem Dichter teilen; nur durch den Gesang genießen wir daselbe ganz, mit Leib, Seele und Geist, nur durch den Gesang haben wir volle, unvergängliche Freude daran, und nur durch den Gesang endlich wird die Dauer des Liedes, ja gewissermaßen seine Unsterblichkeit gesichert. Gesungen muß ein Lied worden sein, von vielen gesungen und lange gesungen, wenn wir es für ein rechtes Volkslied halten sollen.

Da auch die früher erschienenen Sammlungen hessischer Volkslieder der Weisen entbehren, sind die hessischen Weisen hier zum erstenmale aufgezeichnet. Die höchste Stimme der Klavierbegleitung giebt die Weise des Liedes auf das genauste wieder. Die Klavierbegleitung ist so einfach gesetzt, daß auch der weniger geübte Spieler dieselbe bequem auszuführen vermag.
In den vergleicheden Anmerkungen ist das Jahr des erstmaligen Abdruckes der Lieder angegeben, wenn ein solcher überhaupt stattgefunden hat und dadurch auf die mutmaßliche Herkunft hingedeutet, soweit dies nach den benutzen Quellen möglich war. Der Hinweis auf diejenigen Bücher, in denen sich die hier abgedruckten Volkslieder in anderer Form vorfinden, wird dem Forscher und Freunde des Volksliedes angenehm sein und ihm Gelegenheit geben, weitgehende Vergleiche anzustellen, als sie in den Rahmen dieser Sammlung passen.
Da das Volk frei den der Leber weg singt und keine Zimperlichlkeit kennt, sind seine Ausdrücke oft derb und rauh, aber niemals gemein. Will ein Sammler der Geschichte des Volksliedes einen Dienst erweisen, darf er von der Aufzeichnung solcher Lieder, vor denen zartbesaitete Seelen vielleicht zuückschrecken könnten, nicht abstehen, er ist vielmehr verpflichtet, auch derartige Niederschriften ohne die gerigsten Abänderung im Drucke wiederzugeben.
Es hat zu allen Zeiten nicht an Nasentrümpfern gefehlt, welche für das echte Volkslied nur ein Achselzucken oder Lächeln übrig gehabt haben. Nachfolgende Lieder sind nur für diejenigen Menschen niedergeschrieben, welche sich noch mit dem Volke zu freuen und dessen Sitte und Eigenart zu achten vermögen. Die Lieder sind in einsamen Dörfern, im Walde, auf den Wiesen wie ein Strauß frischer Feldblumen gepflückt, sie können eben nicht erfreuen, welcher, weil es Rosen und Nelken giebt, das Gänseblümchen und den Ehrenpreis verachtet.'
Kassel, im September 1890. Johann Lewalter.



 
  A1294
Title:Volkslieder aus der badischen Plalz (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Marriage, Elisabeth Dr. M. Verlag von Max Niemeyer / Halle a.S.
Year or Century of Publication:1902
Additional Information:290 Texte, meist mit Melodien, auf 404 Seiten.
Gesammelt und mit Unterstützung des Großherzoglich Badischen Ministeriums der Justiz, des Kultus und Unterrichts herausgegeben von Dr. M. Elisabeth Marriage. Herrn Professor Wilhelm Braune in Dankbarkeit und Verehrung gewidmet.

Auszug aus dem Vorwort der Herausgeberin:
'Um Fastnacht 1897, als ich schon seit einigen Monaten in Heidelberg Germanistik studierte, wurde ich von einer Freundin bei einer ihrer bekannten Bauernfamilie dort eingeführt. Das war der erste einer langen Reihe von Besuchen, der Anfang einer angenehmen Bekanntschaft mit der Tochter des Hauses und ihren Kameradinnen. Bei warmem Wetter begleiteten mich die Mädchen Sonntags auf weiten Spaziergängen durch den Wald. Sobald wir das grüne Siebenmühlthal hinauf an der letzten Mühle vorbei kamen, stimmten sie an und sangen ein Lied nach dem andern. Wenn wir uns auf dem Rasen ausruhten, oder beim Einkehren ins Wirtshaus, diktierten sie mir mit bewundernswerter Geduld die Liedertexte, die ich noch nicht kannte. Die Reinheit dieser Texte war ihnen eine wichtige Sache; wieder und wieder mußte ich ihnen das Aufgeschriebene vorlesen und vorsingen; und immer waren sie freundlich bereit die Lieder nochmals durchzusingen, bis alles ins Reine gebracht war. Ich betrachtete mich als Mundstück und schrieb alles auf, wie ich es hörte, Sinn und Unsinn zusammen. Wenn hier oder dort trotz aller Mühe in der Weise ein Fehler sein sollte, werden die Leser sich freundlich daran erinnern, daß es nicht immer eine leichte Aufgabe ist dem Sänger nachzuschreiben, wie zum Beispiel wenn er falsch singt oder fast keine Singstimme mehr hat. .....
Die verheirateten Frauen haben viel zu schaffen und verlieren in der Ehe unter Brotsorgen ihre Freude an Poesie und Gesang; freilich mit einigen rühmlichen Ausnahmen. Zum Beispiel sagte mir ein Mädchen: 'Wenn mei Mutta nit singt, wird sie glei krank.' Von den Mädchen also ist es am leichtesten die Lieder zu lernen, wenigstens für eine Frau. Oscar Schade spricht davon, wie die Bauern nicht begreifen können, was ein studierter Mann an ihren alten Stücken finden könne, und deshalb zuerst wenig mittteilsam werden. Eine Ausländerin aber, die unvollkommenes Deutsch spricht, kommt den Bauern nicht so erschreckend 'gebildet' vor; und wenn der Sammler gerne mitsingt, können sie nicht mehr glauben, daß er sich über ihre alten Lieder lustig mache. Die Sammlung machte also nach und nach gute Fortschritte.' London, Fastnacht 1900. M.E. Marriage.


 
  A1295-1A
Title:Volkslieder von der Mosel und Saar - Band 1 (Teil 1) (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Meier, John und Carl Köhler. Verlag von Max Niemeyer Halle a.S.
Year or Century of Publication:1896
Additional Information:Die komplette Sammlung 'Volkslieder von der Mosel und Saar, Band 1' enthält 367 Texte und Melodien auf 437 Seiten mit vergleichenden
Anmerkungen und einer Abhandlung. Aus dem Volksmunde gesammelt von Carl Köhler und herhausgegeben von John Meier.
Der vorliegende Teil 1 enthält 254 Texte und Melodien auf 262 Seiten.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
'Vor zehn Jahren traf ich in Beldenz an der Mosel (Kreis Bernkastel) mir Herrn Carl Köhler, der dort als Lehrer angestellt war, zusammen, und eine Frucht unserer Bekanntschaft ist die vorliegende Sammlung von Volksliedern. Köhlers schon früher wachgewesenes Interessse für das Volkslied wurde durch den gemeinsamen Austausch der Gedanken neu belebt, und er gab sich mit lebhafter Wärme dem Plane einer Sammlung solcher Lieder hin, den er mit nie ermüdendem Fleiß und großem Geschick auszuführen wußte. Er begann in Beldenz und setzte seine Sammeltäthigkeit an der Saar, wohin er versetzt wurde und wo (Von der Heydt, Kr. Saarbrücken) er jetzt noch weilt, eifrig fort, so daß diese Sammlung die Hauptmasse der Volkslieder bringt, die in zwei nach verwandten, eng umschreiebenen Gebieten ertönen: an der Mosel ist es der Kreis Bernkastel, an der Saar sind es vor allem die Kreise Saarbrücken, Saarlouis und Ottweiler.
Auf gemeinsamen Spaziergängen und Wanderungen wurden seiner Zeit die Grundsätze, nach denen zu sammeln war, festgestellt: Unbedingte Genauigkeit der Volkslieder, ohne jede Retouche, gerade wie sie aus dem Munde des Volkes ertönten, mit all ihren Unebenheiten und Fehlern, wurde von uns als oberste und streng zu beobachtende Pflicht erkannt.
Alles mußte aufgezeichnet werden, was das Volks sang oder retizierte und selbst als 'Volkslied' betrachtete, einerlei ob es die Forschung auch als 'Kunstlied' betrachtete. Besonderer Wert war auf die Aufzeichnung der Melodie zu legen, bei der gleichfalls nichts zu ändern war. Halle a.S. den 10. Oktober 1896.'


 
  A1295-1B
Title:Volkslieder von der Mosel und Saar - Band 1 (Teil 2) (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Meier, John und Carl Köhler. Verlag von Max Niemeyer Halle a.S.
Year or Century of Publication:1896
Additional Information:Die komplette Sammlung 'Volkslieder von der Mosel und Saar, Band 1' enthält 367 Texte und Melodien auf 437 Seiten. Mit vergleichenden Anmerkungen und einer Abhandlung. Aus dem Volksmunde gesammelt von Carl Köhler und herhausgegeben von John Meier.
Der vorliegende Teil 2 enthält 113 Texte und Melodien auf 211 Seiten samt Anmerkungen über 91 Seiten.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
'Vor zehn Jahren traf ich in Beldenz an der Mosel (Kreis Bernkastel) mir Herrn Carl Köhler, der dort als Lehrer angestellt war, zusammen, und eine Frucht unserer Bekanntschaft ist die vorliegende Sammlung von Volksliedern. Köhlers schon früher wachgewesenes Interessse für das Volkslied wurde durch den gemeinsamen Austausch der Gedanken neu belebt, und er gab sich mit lebhafter Wärme dem Plane einer Sammlung solcher Lieder hin, den er mit nie ermüdendem Fleiß und großem Geschick auszuführen wußte. Er begann in Beldenz und setzte seine Sammeltäthigkeit an der Saar, wohin er versetzt wurde und wo (Von der Heydt, Kr. Saarbrücken) er jetzt noch weilt, eifrig fort, so daß diese Sammlung die Hauptmasse der Volkslieder bringt, die in zwei nach verwandten, eng umschreiebenen Gebieten ertönen: an der Mosel ist es der Kreis Bernkastel, an der Saar sind es vor allem die Kreise Saarbrücken,
Saarlouis und Ottweiler.
Auf gemeinsamen Spaziergängen und Wanderungen wurden seiner Zeit die Grundsätze, nach denen zu sammeln war, festgestellt: Unbedingte Genauigkeit der Volkslieder, ohne jede Retouche, gerade wie sie aus dem Munde des Volkes ertönten, mit all ihren Unebenheiten und Fehlern, wurde von uns als oberste und streng zu beobachtende Pflicht erkannt. Alles mußte aufgezeichnet werden, was das Volks sang oder retizierte und selbst als 'Volkslied' betrachtete, einerlei ob es die Forschung auch als 'Kunstlied' betrachtete. Besonderer Wert war auf die Aufzeichnung der Melodie zu legen, bei der gleichfalls nichts zu ändern war.' Halle a.S. den 10. Oktober 1896.



 
  HR17-5
Title:Verklingende Weisen - Band 5, Lothringer Volkslieder (Reprint)
Publisher:Merkelbach-Pinck, Angelika. Bärenreiter Verlag / Kassel
Year or Century of Publication:1962
Additional Information:Die 'Verklingenden Weisen' sind ein 5-bändiges Werk Lothringer Volkslieder gesammelt und herausgegeben von Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck von 1926 bis 1962.
Die komplette Sammlung enthält insgesamt 514 Lieder mit Texten und Melodien auf 1,771 Seiten.
Buchschmuck zu jedem Lied von Kunstmaler Henri Bacher.

Band 5 - gesammelt und herausgegeben 1962 von Angelika Merkelbach-Pinck nach dem Tod ihres Bruders, Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck, zum Andenken an ihn unter Mitwirkung von Joseph Müller-Blattau.u.a.


 
  A1300
Title:Eyn kleyner feyner Almanach (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Nicolai, Friedrich. Berlin
Year or Century of Publication:1777
Additional Information:26 Texte und Melodien auf 175 Seiten.
'Vol schönerr echterr liblicherr Volckslieder, lustigerr Reyen unndt kleglicher Mordgeschichte, gesungen von Gabriel Wunderlich weyl. Benkelsengernn zu Dessaw, herausgegeben von Daniel Seuberlich, Schusternn zu Ritzmück ann der Elbe.' Erster Jahrgang. Verlegt von Friedrich Nicolai 1777.



 
  HR17-4
Title:Verklingende Weisen - Band 4, Lothringer Volkslieder (Reprint)
Publisher:Pinck, Louis. Bärenreiter Verlag / Kassel
Year or Century of Publication:1962
Additional Information:Die 'Verklingenden Weisen' sind ein 5-bändiges Werk Lothringer Volkslieder gesammelt und herausgegeben von Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck von 1926 bis 1962.
Die komplette Sammlung enthält insgesamt 514 Lieder mit Texten und Melodien auf 1,771 Seiten.
Buchschmuck zu jedem Lied der ersten drei Bände von Kunstmaler Henri Bacher.

Unveränderter Neudruck der infolge Kriegseinwirkung 1945 bis auf einige Stücke vernichteten ersten Auflage von 1939.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
'Mit dem dritten Band der 'Verklingenden Weisen' wollte ich die Veröffentlichung der von mir in Lothringen gesammelten Volkslieder eigentlich abschließen, um mich mehr mit der Volkskunde im allgemeinen zu befassen.
Indes veranlaßte mich der mir in der Zwischenzeit verliehene Görres-Preis zur weiteren Veröffentlichung noch vorhandener alter Lieder.
Bei der feierlichen Überreichung der Verleihungsurkunde dieses Preises in der Aula der Bonner Universität, am 5. Mai 1936, erklärte ich, zum Dank für die mir gewordenen ehrenvolle Auszeichnung einen vierten Band 'Verklingende Weisen' herausgeben und ihn der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität widmen zu wollen, wie ich im Goethejahr 1932 der Universität Frankfurt am Main 'Goethe, Volkslieder aus Elsaß und Lothringen' für die ehrenhalber verliehenen Titel und Würde eine Doktors der Philosophie in dankbarer Erkenntnis gewidmet habe.
Bedauerlich ist, daß in diesem vierten Band die sinnige Bebilderung der Lieder fehlt, wie ich sie, ohne Scheu vor noch so hohen Kosten, in den drei ersten Bänden durch den gleichsam hierzu berufenen Kustmaler Henri Bacher bestellen ließ. Der Tod hat seiner kunstgeübten Hand leider allzufrüh die Feder entrissen, mit der er sich in den 'Verklingenden Weisen' sein schönstes Denkmal setzten konnte. Aere perennius.'
Hambach (Lothringen), an Johanni 1938. Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck.




 
  HR17-1
Title:Verklingende Weisen - Band 1, Lothringer Volkslieder (Reprint)
Publisher:Pinck, Louis. Bärenreiter Verlag / Lothringer Verlags- und Hilfsverein, Metz.
Year or Century of Publication:1926 / 1963
Additional Information:Die 'Verklingenden Weisen' sind ein 5-bändiges Werk Lothringer Volkslieder gesammelt und herausgegeben von Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck von 1926 bis 1962.
Band 5 - gesammelt und herausgegeben von Angelika Merkelbach-Pinck zum Andenken ihres Bruders unter Mitwirkung von Joseph Müller-Blattau.
Die komplette Sammlung enthält insgesamt 514 Lieder mit Texten und Melodien auf 1,771 Seiten.
Buchschmuck zu jedem Lied von Kunstmaler Henri Bacher.

Auszug aus dem Vorwort zum 1. Band von Dr. H. c. Louis Pinck:
'Den alten Volksliedern ergeht es wie den alten Volkstrachten. Sie verschwinden immer mehr, und es hält schwer, sie wieder zum Allgemeingut zu machen. Indes haben sie noch viele Freunde und Gönner und bilden einen wertvollen Beitrag zur Kuturgeschichte eines Volkes.
Darum seien diese im lothringischen Lande getreu nach Wort und Weise gesammelten Lieder allen Freunden und Gönnern des Volksliedes zum frohen Genuss und dem Forscher der Geschichte zum ernsten Studium gewidmet.
Sollten sie Anklang finden, dann werde ich gerne noch ein weiteres hundert aus meiner Sammlung folgen lassen.
Es sind alte Volkslieder, die nachweislich bereits vor 1870 im deutschen Sprachgebiet Lothringens gesungen wurden, viele sogar schon seit weit über Menschengedenken, man kann ruhig sagen, von Geschlecht zu Geschlecht.
Wie ein heiliges Erbe verpflanzten sich diese Lieder von Vater auf Sohn, von Mutter auf Kind. In den Wirtsstuben und Spinnstuben verkürzten sie die lange Winterszeit, erheiterten im Sommer den schwülen Feierabend und mischten sich überall in des Lebens Lust und Leid. Stolz war der junge Mann wie auch das Mädchen, der Lieder viele zu wissen, und manches Fest wurde zum reinsten Sängerwettstreit.
Der gute Papa Gerne, der uns so manches Lied vorgesungen hat, wußte in seiner Jugend über zweihundert und siebzig und in seinen alten Tagen noch über hundert und fünfzig. Sein Andenken sei in Ehren mit dem manch anderer Sänger und Sängerinnen!
Besonderen Dank all denen, die zum Zustandekommen dieser Liedersammlung beigetragen haben.....'
Hambach (Lothringen), Pfingsten 1926. Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck.



 
  HR17A
Title:Verklingende Weisen - Letzte Auswahl (nur Anhang)
Publisher:Pinck, Louis. Bärenreiter Verlag / Lothringer Verlags- und Hilfsverein, Metz.
Year or Century of Publication:1933
Additional Information:Eine als 'Letzte Auswahl' untertitelte Ausgabe von 1933 mit geringen inhaltlichen Unterschieden zu Band 3.

Die 'Verklingenden Weisen' sind ein 5-bändiges Werk Lothringer Volkslieder gesammelt und herausgegeben von Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck von 1926 bis 1962.
Die komplette Sammlung enthält insgesamt 514 Lieder mit Texten und Melodien auf 1,771 Seiten.
Buchschmuck zu jedem Lied von Kunstmaler Henri Bacher.



 
  HR17-2
Title:Verklingende Weisen - Band 2, Lothringer Volkslieder (Reprint)
Publisher:Pinck, Louis. Lothringer Verlags & Hilfsverein / Metz
Year or Century of Publication:1928 / 1963
Additional Information:Die 'Verklingenden Weisen' sind ein 5-bändiges Werk Lothringer Volkslieder gesammelt und herausgegeben von Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck von 1926 bis 1962.
Die komplette Sammlung enthält insgesamt 514 Lieder mit Texten und Melodien auf 1,771 Seiten.
Unveränderter Neudruck der ersten Auflage von 1928.
Buchschmuck zu jedem Lied von Kunstmaler Henri Bacher.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
' Als Weihnachten 1926 unter dem Titel 'Verklingende Weisen' unsere alten Lothringer Volkslieder erschienen, da weckten sie ein Echo, das alles Erwarten übertraf. Bei allen gebildeten Heimatfreunden, Fachgelehrten und Musikkennern haben die ersten hundert Volkslieder aus meiner Sammlung eine so günstige Aufnahme gefunden, daß es nun aber auch an mir ist, mein Wort aus dem Vorwort des I. Bandes einzulösen und das zweite Hundert folgen zu lassen.
Wie im ersten Bande - und überhaupt bei meiner Liedaufnahme - haben auch hier im zweiten wieder nur solche Lieder Aufnahme gefunden, die nachweislich bereits vor 1870 in Lothringen gesungen wurden und heute noch in lebendiger Überlieferung weitergesungen werden. Die Sammlung enthält kein einziges Lied das mir nicht persönlich von stammechten Lothringern und Lothringerinnen vorgesungen wurde, wobei ich die ältesten Lieder möglichst bevorzugte. Manch seltenes Lied findet sich darunter. Lieder, die Arnim und Brentano vor mehr als hundert Jahren in 'Des Knaben Wunderhorn' gesammelt haben und die dort wie gepresste Blumen in einem Herbarium liegen, blühen hier auf lothringischen Auen noch in unverwelkter Pracht.'
Hambach (Lothringer), St. Nikolaus 1928. Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck


 
  HR17-3
Title:Verklingende Weisen - Band 3, Lothringer Volkslieder (Letzte Auswahl) (Reprint)
Publisher:Pinck, Louis. Lothringer Verlags- und Hilfsverein, Metz.
Year or Century of Publication:1933 / 1963
Additional Information:Die 'Verklingenden Weisen' sind ein 5-bändiges Werk Lothringer Volkslieder gesammelt und herausgegeben von Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck von 1926 bis 1962.
Die komplette Sammlung enthält insgesamt 514 Lieder mit Texten und Melodien auf 1,771 Seiten.
Buchschmuck zu jedem Lied von Kunstmaler Henri Bacher.

Auszug aus dem Vorwort:
' - Omne trinum perfectum - schrieb mir gleich nach Erscheinen des zweiten Bandes der 'Verklingenden Weisen' Prof. Dr. Bour, Direktor am Metzer Priesterseminar, und meinte, nun müße unbedingt noch ein dritter Band folgen. Aller guten Dinge sind drei.
Dieser Wunsch unseres vorzüglichen Kenners lothringischer Heimatgeschichte war auch mein Herzenswunsch.
Es hätte mir leid getan, wenn die lothringer Volksseele, die in den beiden ersten Bänden so lauten Ausdruck fand, sich in den vielen noch vorhandenen alten Volksliedern nicht noch weiter hätte offenbaren können. Ja, die Schaffung des gewünschten Dreiklangs wurde mir zur Ehrenpflicht, nachdem die Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt a.M. durch die mir ehrenhalber verliehene Würde eines Doktors der Philosophie unser kostbares lothringisches Volksliedergut in so hohem Maße ehren wollte.
Schon während des Krieges hatten Straßburger Universitätsprofessoren, die später nach Frankfurt übersiedelten, mir nahegelegt, in einer Dissertation über das Volkslied in Lothringen den seltenen Perlen, die hier am Strand des deutschen Sprachenmeeres gefunden wurden, eine wissenschaftliche Fassung zu geben.'
Hambach (Lothringen), den 11. Juli 1933. Pfarrer Dr. h. c. Louis Pinck.


 
  A1311
Title:Weltliche und Geistliche Volkslieder und Volksschauspiele (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Pröhle, Heinrich. Oskar Fokke Verlag / Aschersleben
Year or Century of Publication:1855
Additional Information:125 Texte, 3 Volkslieder-Melodien und Volksschauspiele auf 324 Seiten inklusiv ausführlichen Anmerkungen.

Der Inhalt ist in folgende Themenbereiche gegliedert: Balladen, Liebeslieder, Jägerlieder, Hirten- und Alpenlieder, Lieder auf verschiedene Stände und Städte, Volkslieder verschiedenen Inhalts, Historische Lieder und Soldatenlieder, Geistliche Volkslieder, Zwei geistliche Komödien.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
'Aus der Quelle der nachfolgenden Sammlung sind 1. und hauptsächlich zu betrachten der Volksmund, und zwar ist sie in sofern sie diesem entnommen wurde eine vorzugsweise harzische; 2. fliegende Blätter und da diese aus ganz Deutschland mir vorliegen, so ist sie eine Sammlung deutscher Volkslieder. Neben diesen beiden Grundquellen kommt 3. die gelegentliche Aufnahme einiger wenigen Lieder aus, dem Buchhandel angehörigen, meist auf den Gesang berechnetenSchriften, wo sie vielen Freunden des Volksliedes nicht handlich stehen, nicht in Betracht. Aus dem Volksmunde habe ich selbst viel und in ziemlichem Umkreise gesammelt, aus Nähe und Ferne vieles schriftlich von Gönnern und Freunden erhalten. Wernigerode, am 18. Oktober 1854.'


 
  A1298
Title:Handwerkslieder (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Schade, Oskar Dr. - ordendlicher Professor an der Universität Königsberg in Preußen. F.C.W Vogel / Leipzig
Year or Century of Publication:1864
Additional Information:140 Texte auf 280 Seiten
Herrn Professor Dr. A. Koberstein zu Schulpforte in treuer Liebe gewidmet.

Auszug aus der Einleitung:
'Die hier gebotene Sammlung deutscher Handwerkslieder ist in der zweiten Hälfte des verwichenen Jahrzehnds während meines Aufenthalts in Weimnar zu Stande gekommen. Sie weiter zu vermehren ist mir nicht gelungen weder in Halle noch auch hier in Königsberg. Hauptquelle für die noch in Schwange gehenden Lieder waren die Träger derselben, junge Handwerksmeister und Gesellen, namentlich der letztern lebendiger Gesang in Herbergen und an der Straße.'
Königsberg in Preußen am 18. Nov. 1864. Dr. Oskar Schade, ordentlicher Professor an der Universität.





 
  G206-1
Title:Geistliche Lieder der Deutschen aus Südosteuropa - Band 1 (Gesammelt von Konrad Scheierling)
Publisher:Scheierling, Konrad. Im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik. Estehr Gehann Musikverlag / Kludenbach
Year or Century of Publication:1987
Additional Information:Gesammelt von Konrad Scheierling. Illustrationen von Josef de Ponte. Herausgegeben im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik.
Die sechs-bändige Sammlung umfasst insgesamt 2,208 Texte mit Melodien.

Band 1 ist in folgende Inhalte aufgeteilt:
Advent, Nr. 1-86
Weihnachten, Nr. 87-293
Jahreswechsel, Nr. 294-328
Name Jesu, Nr. 329-341
Heilige Familie, Nr. 342-349
Dreikönig, Nr. 350-372

Auszug aus dem Vorwort von O.H. Prof. Dr. Wolfgang Suppan:
'Im Sinne Johann Gottfried Herders, der 1774 erstmals das Wort 'Volkslied' gebrauchte, um damit auf die 'verklingenden Weisen' analphabetischer Kulturen hinzuweisen und ihren Wert als 'Stimmen der Völker' zu bezeugen, haben verantwortungsbewußte Männer nach dem Ende des Zweiten Weltkriges damit begonnen, die kulturellen Verhaltensformen südost- und osteuropäisch-deutscher Siedler aufzuzeichnen. Für die deutschsprachigen Volkskunde ergab ich damit die Chance, gleichsam ein Fenster aufzustoßen - um in geschichtliche Zeiten zurückzuschauen, mithilfe von genetischen und typologischen Vergleichen die mündlich überlieferten Zeugnisse der ethnischen Gruppen historisch zu schichten - und damit zugleich das Wissen um unsere Kultur in deren Gesamtheit zu vervollständigen, zu bereichern.
Zu den Sammler- und Forschungspersönlichkeiten der ersten Stunde zählt Konrad Scheierling. Selbst Donauschwabe, wußte er um den Gebrauchswert des Singens, Musizieren und Tanzens in den ehemaligen Sprachinseln: Ein Gebrauchswert, der primär nach der Funktion der Musik für das Wohlbefinden der Menschen und für die Dynamik des Zusammenlebens der Menschen fragt - und erst in zweiter Linie der Ästhetik des Schönsingens - oder gar der Kunstfertigkeit von Sängern, Musikern odere Tänzern Aufmerksamkeit schenkt. In diesem Sinne hat er aufgezeichnet und authentische Momentaufnahmen geschaffen, die in ihrer Summe das Selbstbewußtsein der Umsiedler auch in der neuen/alten Heimat zu begründen vermögen.
Es ist zu wünschen, daß damit, in der nun verschriftlichen Gestalt, die Lieder der Südostdeutschen nicht endgültig verklingen. Scheierlings Editionen sollten nicht als archivalische Materlialien behandelt werden - sondern im Sinne Herders über die Pädagogik und über außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung weiterhin wirken. Obzwar sich die Kinder und Kindeskinder der Donauschwaben, der Banat- und Batschka-Deutschen, der Bessarabien-, Dobrudscha-, Siebenbürgen-Deutschen. Der Wolga-, Gottschee- und Karpaten-Deutschen längst irgendwo in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich, in den Vereinigten Staaten, in Australien usf. Integriert haben, besteht in der vor uns liegenden Vereinheitlichung (um nicht zu sagen) 'Vermassung') kultureller Verhaltensformen doch die Chance, das in Jahrhunderten eingeschliffene Zu-Sich-Selbst-Finden mithilfe gemeinsames Singens, Musizierens und Tanzens im lokalen Bereich umso intensiver zu pflegen und damit seine Besonderung zu zeigen.
In diesem Sinne wird die Arbeit Konrad Scheierlings weiterhin von hohem Wert sein und in die Gestaltung zukünftgens Lebens hineinwirken.

Auszug aus der Einleitung von Konrad Scheierling:

'Zur Auffälligen Bekundung einer religiösen Haltung gehört das Singen von geistlichen Liedern. In ihrer vorgegebenen Form sind sie vor allem dem einfachen Menschen nicht nur Leitlinien seines Empfindens, sie geben ihm darüber hinaus noch den Rahmen, alles religiöse Geschehen im Vollzug der Gemeinschaft nachzuerleben. So vielfältig der Ablauf des Kirchenjahres in der Liturgie aufscheint, so reichhaltig und vielgestaltig war auch einst der Liedschatz, der unseren Vorfahren eigen war. Sei es im Kirchenraum oder außerhalb des Gotteshauses bei den verschiedensten Anlässen und Festlichkeiten, immer haben diese Melodien und Texte jung und alt besonders eingenommen. Sie waren Hilfen, um die Wahrheiten des Glaubens zu vertiefen. Stete Wiederholungen trugen dazu bei, manche Einzelheit besser im Gedächtnis zu behalten. Viel Freude und Herzenstrost ging von ihnen aus.
Leider hat das kundige Sammeln und Sichten viel zu spät eingesetzt, so daß das vorliegdende Material nur mehr bescheiden den eigentlichen Umfang dessen widerspiegelt, was einst Eigentum des Volkes war. Wir finden alte Überlieferungen neben gefühlvollen Gesängen des 19. und 20. Jahrhunderts, vielfach umgestaltet und zurechtgesungen, wie es jedem volkstümlichen Erbe ergeht, das ohne feste Fixierung von einer Generation zur andern weitergereicht wird.
Hier sei der Versuch unternommen, aus der Überlieferung der wichtigsten Siedlungslandschaften zwischen Burgenland und der fernen Wolga das herauszugreifen, was für diese einen besonderen Akzent setzt. Da Lieder bekanntlich wandern, gab es auch hier die verschiedensten Einflüsse. Die Ausstrahlungskraft Wiens war schon immer Vorbild. Später passte man sich den Neuerungen im Mutterlande an. Es lassen sich aber auch Begegnungen mit den umwohnenden Nachbarvölkern nicht von der Hand weisen, die manchmal auch einen gesteuerten Rückstand hinterließen. Auffallend ist auch die hohe Zahl von reformatorischen Liedern in den katholischen Gemeinden der mitteralterlichen Siedlungslandschaftzen Zips, Hauerland und Heideboden. Die hier aufgezeichneten Gesänge möchten exemplarisch für andere stehen, die vielleicht gar nicht oder nur unvollständig aufgezeichnet werden konnten.' Crailsheim, im Hernst 1987. Konrad Scheierling

Anmerkungen des Herausgebers:
'Einen gewichtigen Teil seines Lebenswerks, das geistliche Liedgut der Deutschen in den Sprachinseln Südosteuropas, faßt Konrad Scheierling hier als Auslese aus dem Liedbestand zusammen, den er in jahrzehntelanger Sammelarbeit aus mündlicher Überlieferung und schriftlichen Quellen zusammengetragen hat.
Es ist erine fast unübersehbare Ernte geistlicher und weltlicher Lieder, die er eingebracht hat, um sie vor dem Vergessenwerden zu retten, nachdem der Lebensgrund dieser Lieder mit der Zerstreuung ihrer Träger durch Vertreibung oder Abwanderung in den deutschen Kernraum oder in die verschiedensten Gebiete der Erde vernichtet worden ist.' Prof. Gotthard Speer, Leiter des Instituts für Ostdeutsche Musik.





 
  G206-2
Title:Geistliche Lieder der Deutschen aus Südosteuropa - Band 2 (Gesammelt von Konrad Scheierling)
Publisher:Scheierling, Konrad. Im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik. Estehr Gehann Musikverlag / Kludenbach
Year or Century of Publication:1987
Additional Information:Gesammelt von Konrad Scheierling. Illustrationen von Josef de Ponte. Herausgegeben im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik.
Die sechs-bändige Sammlung umfasst insgesamt 2,208 Texte mit Melodien.

Band 2 ist in folgende Inhalte aufgeteilt:
Busse - Fasten, Nr. 373-426
Passion, Nr. 427-546
Ostern, Nr. 547-601
Bittage, Nr. 602-618
Himmelfahrt, Nr. 619-632
Pfingsten, Nr. 633-661
Dreifaltigkeit, Nr. 662-683


 
  G206-3
Title:Geistliche Lieder der Deutschen aus Südosteuropa - Band 3 (Gesammelt von Konrad Scheierling)
Publisher:Scheierling, Konrad. Im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik. Estehr Gehann Musikverlag / Kludenbach
Year or Century of Publication:1987
Additional Information:Gesammelt von Konrad Scheierling. Illustrationen von Josef de Ponte. Herausgegeben im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik.
Die sechs-bändige Sammlung umfasst insgesamt 2,208 Texte mit Melodien.

Band 3 ist in folgende Inhalte aufgeteilt:
Fronleichnam, Nr. 684-794
Jesus Christus, Nr. 795-887
Morgen, Nr. 888-920
Abend, Nr. 921-937
Lob, Nr. 938-952
Bitte, Nr. 953-992
Dank, Nr. 993-1031


 
  G206-4
Title:Geistliche Lieder der Deutschen aus Südosteuropa - Band 4 (Gesammelt von Konrad Scheierling)
Publisher:Scheierling, Konrad. Im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik. Estehr Gehann Musikverlag / Kludenbach
Year or Century of Publication:1987
Additional Information:Gesammelt von Konrad Scheierling. Illustrationen von Josef de Ponte. Herausgegeben im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik.
Die sechs-bändige Sammlung umfasst insgesamt 2,208 Texte mit Melodien.

Band 4 ist in folgende Inhalte aufgeteilt:
Marienfeste, Nr. 1032-1114
Maria, Nr. 1115-1309
Engel - Heilige, Nr. 1310-1519


 
  G206-5
Title:Geistliche Lieder der Deutschen aus Südosteuropa - Band 5 (Gesammelt von Konrad Scheierling)
Publisher:Scheierling, Konrad. Im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik. Estehr Gehann Musikverlag / Kludenbach
Year or Century of Publication:1987
Additional Information:Gesammelt von Konrad Scheierling. Illustrationen von Josef de Ponte. Herausgegeben im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik.
Die sechs-bändige Sammlung umfasst insgesamt 2,208 Texte mit Melodien.

Band 5 ist in folgende Inhalte aufgeteilt:
Vespern-Litaneien, Nr. 1520-1544
Andachten, Nr. 1545-1623
Wallfahrt, Nr. 1624-1700
Tod, Nr. 1701-1863
Besondere Gelegenheiten, Nr. 1864-1970


 
  G206-6
Title:Geistliche Lieder der Deutschen aus Südosteuropa - Band 6 (Gesammelt von Konrad Scheierling)
Publisher:Scheierling, Konrad. Im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik. Estehr Gehann Musikverlag / Kludenbach
Year or Century of Publication:1987
Additional Information:Gesammelt von Konrad Scheierling. Illustrationen von Josef de Ponte. Herausgegeben im Auftrag des Instituts für Ostdeutsche Musik, Arbeitskreis Südostdeutsche Musik.
Die sechs-bändige Sammlung umfasst insgesamt 2,208 Texte mit Melodien.

Band 6 ist in folgende Inhalte aufgeteilt:
Weihwasserausteilug - Predigt, Nr. 1971-1992
Messegesänge, Nr. 1993-2103
Requiem, Nr. 2104-2151
Legenden - Allegorien, Nr. 2151-2208


 
  A1308
Title:Deutsche Volkslieder gesammelt von Georg Scherer (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Scherer, Georg. Verlag von Gustav Mayer / Leipzig
Year or Century of Publication:1851
Additional Information:220 Texte auf 412 Seiten.

Aus Goethes Recension über das Volkslied aus 'Des Knaben Wunderhorn':
'Diese Art Gedichte, die wir seit Jahren Volkslieder zu nennen pflegen, ob sie gleich eigentlich weder vom Volk, noch für's Volk gedichtet sind, sondern weil sie soetwas Stämmiges, Tüchtiges in sich haben und begreifen, daß der kern- und stammhafte Theil der Nationen dergleichen Dinge faßt, behählt, sich zueignet und mitunter fortpflanzt - dergleichen Gedichte sind so wahre Poesie, als sie irgend nur sein kann; sie haben einen unglaublichen Reiz, selbst für uns, die wir auf einer höheren Stufe der Bildung stehen, wie der Anblick und die Erinnerung der Jugend für's Alter hat. Hier ist die Kunst mit der Natur in Conflict, und eben dieses Werden, dieses wechselseitige Wirken, dieses Streben scheint ein Ziel zu suchen und es hat sein Ziel schon erreicht. Das wahre dichterische Genie wo es auftritt, ist in sich vollendet; mag ihm Unvollkommenheit der Sprache, der äusseren Technik, oder was sonst will, entgegenstehen, es besitzt die höhere innere Form, der doch am Ende alles zu Gebote steht, und wirkt selbst im dunkeln und trüben Elemente oft herrlicher, als es später im klaren vermag. Das lebhafte poetische Anschauen eines beschränkten Zustandes erhebt ein Einzelnes zum zwar begränzten doch unumschränktem All, so daß wir im kleinen Raume die ganze Welt zu sehen glauben.'

Schlußwort des Herausgebers Georg Scherer:
' Vorliegende Sammlung beabsichtigt, die edlelsten Perlen aus dem reichen Schatze deutscher Volkspoesie einem möglichst weiten Leserkreise zugänglich zu machen. Von älteren Liedern konnten nur die sangbaren und poetisch wirksamen aufgenommen werden; das neuere Volkslied dagegen wird in seinen verschiedenen Gestaltungen durch die besseren Stücke in den möglich besten Lesarten ziemlich vollständig vertreten sein. Auch die Mundarten wurden berührend bedacht; nur das Niederdeutsche blieb ganz ausgeschlossen, da es vom neueren Hochdeutschen viel weiter seitab liegt, als vom Älteren.'


 
  A1307
Title:Jungbrunnen - Die schönsten deutschen Volkslieder gesammelt von Georg Scherer (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Scherer, Georg. Verlag von Wilhelm Hertz / Berlin
Year or Century of Publication:1875
Additional Information:176 Texte auf 351 Seiten.

Jungbrunnen - Gesammelt von Georg Scherer als Dritte Auflage der 'Deutschen Volkslieder'.

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
'Vorliegende Sammlung bietet die schönsten deutschen Volkslieder in den erreichbar besten Lesarten. Sie enthält nur echte Volkslieder, d.h. solche, die aus dem Volke selbst hervorgegangen sind und diesen Ursprung durch Inhalt und Form beurkunden. Lieder dagegen, welche von namhaften Dichtern herrühren und, weil sie den Volkston gut getroffen haben, in den Volksmund übergegangen sind, (volksthümliche oder Lieblings-Lieder), bleiben hier ausgeschlossen. Die Sammlung beschränkt sich ferner wesentlich auf die jüngere Form des Volksliedes, wie es noch jetzt vom Volke gesungen wird oder doch in den letzten 150 Jahren noch gesungen wurde; sie bildet also gewissermaßen eine Ergänzung der Uhland'schen Sammlung, die hauptsächlich aus Handschriften und Drucken vom 15. bis in's 17. Jahrhundert geschöpft ist. Nur in zwei oder drei Fällen greift unsere Sammlung auf diese ältere Form zurück, so u.a. beim 'Tannhäuser', wo die vollständige hochdeutsche Lesart verklungen scheint und das Anrecht darauf noch gewahrt werden mußte. Die meisten Stoffe sind ja beiden Formen des deutsches Volksliedes gemeinsam.' Stuttgart, im September 1874.



 
  A55
Title:Die Deutschen Volkslieder - Karl Simrock (OLMS)
Publisher:Simrock, Karl. Heinrich Ludwig Brönner Verlag (OLMS)
Year or Century of Publication:1851 / 1982
Additional Information:379 Texte auf 627 Seiten.

Auszug aus den Anmerkungen:

'Unter Volksliedern sind hier nach dem wahren Sinne des Wortes nur solche Lieder verstanden, die aus dem Volke selbst hervorgegangen, die Kennzeichen dieses Ursprungs in ungekünstelter Gestalt und einfacher herzlicher Sprache nicht verleugnen. Lieder gebildeter Dichter, die beim Volke Eingang gefunden haben und beliebt geworden sind, bleiben einer künftigen Sammlung deutscher Lieblingslieder vorbehalten.

Den soeben kurz angedeuteten Unterschied zwischen Volksliedern und beliebten Liedern wissen wenige zu faßen: fast alle bisherigen Sammlungen volksthümlicher Lieder verwechseln und vermischen beide, ja es gibt sogenannte Volksliedersammlungen, die, wie der fünfte Band des großen Erlach'schen Werkes, nicht ein einziges Volkslied enthalten. Auch 'Des Knaben Wunderhorn'. Dessen großes Verdienst um das deutsche Volkslied dankbar anerkannt werden muß, enthählt viele ältere Gedichte, die keineswegs aus dem Volke entsprungen sind.
Eine Sammlung wie die gegenwärtige, welche das Beste, was auf dem Felde des deutschen Volksliedes erblüht ist, in Einem Bande übersichtlich zusammenstellen und alles ausscheiden will, was der kunstmäßigen Dichtung angehört, war bis jetzt nicht vorhanden, da Uhlands diplomatisch genaues Werk mehr aus älteren Handschriften und Drucken, als aus der lebenden mündlichen Überlieferung schöpft.
Von dem reichen Schatz historischer Lieder, welchem eigene Sammlungen gewidmet sind, finden sich hier nur solche aufgenommen, welche noch jetzt im Volke fortleben. Auch Kinderlieder, welche ich selbst in meinem deutschen Kinderbuche (Frankfurt bei Brönner) zusammengestellt habe, das als Ergänzung dienen kann, mußten ausgeschloßen bleiben.
Der Wortlaut der hier gesammelten und geordneten Lieder beruht großentheils auf Niederschreibung aus dem Munde des Volks; wo aber keine solche zu Gebote stand, auf Vergleichung der früheren Aufzeichnungen, welche sich wechselseitig ergänzen und berichtigen. In der Gestalt, in welcher sie hier mitgetheilt werden, sind sie also fast alle mein Eigenthum.
Die gedachten neuen Aufzeichnungen sind meist von mir selbst und fast nur in der Umgegend von Bonn und Honnef vorgenommen worden. Manches verdanke ich auch Freunden und Gönnern des Unternehmens, namentlich durfte ich die von Herrn Regierungsassesor Mittler in Hanau aufgezeichneten Lieder aus hessischen Gegenden benutzen. Die Lieder von der Löwenburg hat der zu früh verstorbene Professor Lorenz Lersch von der Sängerin selbst aufschreiben laßen und mir schon ein Jahr vor seinem Tode zur Benutzung übergeben. Ebenso kam mir eine schon vor dreißig Jahren angelegte reichhaltige Sammlung kessenicher Lieder zu Gute.'
Karl Simrock.



 
  A901-3-1
Title:Franz Wilhelm Ditfurth - Literat und Liedersammler - Band lll - Die Lieder des Nachlasses, Teil 1
Publisher:Steinmetz, Horst and Armin Griebel. Forschungsstelle für fränkische Volksmusik der Bezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken, Uffenheim.
Year or Century of Publication:1992
Additional Information:Band III: Die Lieder des Nachlasses, Teil 1
245 Texte samt Noten auf 306 Seiten.
Herausgegeben von Horst Steinmetz und Armin Griebel. Notengrafik Rosemarie Seitz
Veröffentlichungsreihe der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik der Bezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken.


 
  A1296-2
Title:Das Deutsche Lied - des 15. & 16. Jahrhunderts - ll. Band (15. Jahrhundert) (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:T. Trautwein'sche Kgl. Hof- Buch- und Musikhandlung / Berlin
Year or Century of Publication:1880
Additional Information:122 Lieder auf 309 Seiten.

Die Sammlung umfasst das deutsche Lied des 15. und 16. Jahrhunderts in Wort, Melodie und mehrstimmigem Tonsatz.
Dieser II. Band beinhaltet Handschriften des 15. Jahrhunderts samt einige Meistergesängen des 16. Jahrhunderts.
Als Beilage zu den Monatsschriften für Musikgeschichte.
Eine Beschreibung des Münchener- und Locheimer Liederbuches ist mitenthalten.




 
  A1265-1
Title:Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder, Ludwig Uhland - Band 1 (Liedersammlung, Buch 1-3)
Publisher:Uhland, Ludwig. Verlag der J.G. Cotta'schen Buchhandlung / Stuttgart
Year or Century of Publication:1892
Additional Information:Alte hoch- und Niederdeutsche Volkslieder mit vier Abhandlungen und Anmerkungen dazu.
Eine 4-bändige Sammlung mit 410 Texten auf insgesamt 1,236 Seiten.
Band 1 ist aufgeteilt in Buch 1, 2 und 3.

Auszug aus der Einleitung von Hermann Fischer:
'Uhlands Ausgabe der deutschen Volkslieder ist nicht die erste, welche in Deutschland erschienen ist, sie ist auch nicht seine erste gelehrte Arbeit; aber wie sie die erste wirklich wissenschaftlich begründete und dauernd brauchbare Ausgabe deutscher Volkslieder war, so bezeichnet sie in Uhlands eigener gelehrter Tätigkeit den Höhepunkt.
Man hat den Sinn der Worte Volkspoesie und Volkslied oft falsch und einseitig gefaßt. Sicher ist, daß man unter einem Volkslied nur ein solches verstehen darf, welches wirklich in kleinerem oder größerem Umkreis vom ganzen Volke gesungen wird. Charakteristisch ist einmal der Gesang; ein bloßes Sprechen ist undenkbar. Damit ist gegeben, daß es sich eben nur um Lieder im gewöhnlichen Sinne des Wortes handeln kann, das heißt um strophische Gedichte rein lyrischen oder balladenartigen Charakters. Außerdem liegt darin, daß das Volkslied vom ganzen Volke gesungen wird, schon von selbst die weitere Bestimmung, daß es nach Inhalt und Gedankenkreis dem Interesse und Verständnis der Gesamtheit zugänglich sein muß. Über den Ursprung des Volksliedes ist aber damit noch gar nichts gesagt, und gerade über Ursprung und Wert dieser Liedergattung sind mitunter höchst seltsame und extravagante Äußerungen gefallen, mindestens Ausdrücke gebraucht worden, die man nicht genauer abwägen darf, wenn sie nicht als schief und irreführend erfunden werden sollen. Denn was soll damit gesagt sein, wenn es heißt, das Volkslied dichte sich selbst, es wachse wie ein Naturprodukt aus dem Nährboden der Volksseele hervor und wie man sich sonst schon ausgedrückt haben mag? Eine bestimmte Person hat doch immer diese und jene bestimmten Worte und Verse zu Strophen gruppiert. Es kann auch vorkommen, daß zwei oder mehr zusammenarbeiten, wie das in manchen Volksliedern am Schlusse ausdrücklich gesagt ist, und es ist leicht zu beobachten, daß das fertige Lied, wenn es in den Mund der Leute gekommen ist und von Ohr zu Ohr weiter wandert, diese und jene Veränderungen, Zusätze, Verbesserungen oder auch Einstellungen erfährt, so daß daselbe Lied, aus verschiedenen Zeiten und Orten überliefert, sich oft ziemlich verschieden ausnimmt; aber jedes einzelne Moment in diesem Prozeß muß einem Einzelnen zugeschrieben werden, wenn auch solcher Einzelnen noch so viele sein mögen, deren Thätigkeit das schließliche Gesamtresultat erzeugt. Nur ist freilich, auch abgesehen von den nachhaltigen Veränderungen, jene Thätigkeit Einzelner für uns meistens nicht mehr kontrollierbar. Wer diejenigen sind, welche unsere Volkslieder gedichtet haben, wissen wir nur gelegentlich mehr oder weniger genau, meistens aber gar nicht. In unserem Jahrhundert ist es nicht selten vorgekommen, daß Kunstdichter im Volkston gedichtet haben und, wenn auch minder häufig, daß diese ihre Erzeugnisse zu wirklichen Volksliedern geworden sind; man darf ja nur an Uhland erinnern, dessen 'Guter Kamerad' und 'Der Wirtin Töchterlein' in aller Munde sind, oder an Silchers Volkslieder, in denen wie manche Melodien seiner eigenen Erfindung, so auch manche moderne Gedichte bekannter und unbekannter Verfasser stehen. Dergleichen kann zu jeder Zeit vorgekommen sein; häufigere Erscheinung wird es freilich nur in einer Zeit sein, wo die poetische Ausdrucksweise der verschiedenen Gesellschaftsschichten die nämlich ist oder wo, wie in unserem Jahrhundert, eine bewußte Hinneigung der Kunstpoesie zur Volksdichtung wirksam ist.
Im großen Ganzen werden die Urheber des Volksliedes noch immer denselben Kreisen angehört haben, in welchem es dann auch gesungen wurde, welchen die Sprache, die es spricht, naturgemäß und sozusagen angeboren ist. Jedenfalls gibt es immer für eine gewiße Zeit auch einen gewissen Stil, eine gewiße Summe von Vorstellungen und Ausdrücken, welche als volksmäßig angesehen werden müssen, und das ist nichts anders als die Summe von Begriffen, Kenntnissen und Willensbestrebungen, welche zu jener Zeit dem ganzen Volke gemeinsam ist. Aus diesen Elementen muß sich Inhalt und Sprache des Liedes zusammensetzen, wenn es Volkslied werden will; es muß in den allgemein üblichen, ohne weiteres Nachdenken jedem verständlichem Begriffe und Wendungen gehalten sein; jede stärkere Einmischung einer individuellen Geistesart oder einer spezifischen höheren Bildung gefährdet die Popularität des Produkts.
......... Diese Abhandlung über das Volkslied wird mit Recht zu den ausgezeichnesten Leistungen des Gelehrten Uhland gerechnet. Schon die frühesten gelehrten Arbeiten Uhlands zeichnen sich durch Eigenschaften aus, wie man sie bei jungen Gelehrten nicht zu finden erwartet, wie sie aber ähnlich sich auch in der Jugenddichtung Uhlands zeigen; sie haben nichts von jugendlicher Vorschnelligkeit und nichts von jugendlichen Unselbstständigkeit und Unbestimmtheit an sich. Uhland hat als Mensch, als Dichter und als Denker stets genau gewußt, was er wollte und was er konnte. Er hatte einen klaren Blick und die Gabe, das Gesehende treu und überzeugend andern darzustellen. So ist er keiner der Gelehrten, die, wie Jakob Grimm, mit genialem Ausgreifen sich ganz neuer Forschungsbebiete bemächtigen; aber was er anfaßt, ergreift er am richtigen Ort und läßt es nicht los, bis er durch geduldige, auch das Kleinste nicht verschmähende Arbeit es sich und andern zum festen Besitz erworben hat. Ohne Seitensprünge und ohne Hast gelangt er ruhig und sicher zum Ziel, und nie hat ein Gelehrter weniger Subjektivität in seinen Forschungen eingemischt, nie einer so lediglich die Sache sich aus sich selbst entwickeln lassen wie Uhland. Andere würden bei ähnlichem Vorgehen vielleicht nur trockenes, wenn auch äusserst solides Material von Thatsachen zusammenbringen; bei Uhland ist der Künstler in seinen gelehrten Arbeiten nicht minder groß als in den Gedichten. Er hat mit den älteren Germanisten, die aus der Schule der Romantik hervorgegangen sind, das gemein, daß er nicht bloß mit dem Kopfe, sondern mit dem Herze dabei ist. Er hat nur Gegenstände behandelt, die ihn gemütlich anzogen; aber je größer sein gemütlicher Anteil, an der Sache ist, um so ferner liegt ihm jeder phrasenhafter Enthusiasmus, jede blinde Parteinahme.'
Hermann Fischer.


 
  A1265-2
Title:Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder, Ludwig Uhland - Band 2 (Liedersammlung, Buch 4-5)
Publisher:Uhland, Ludwig. Verlag der J.G. Cotta'schen Buchhandlung / Stuttgart
Year or Century of Publication:1892
Additional Information:Alte hoch- und Niederdeutsche Volkslieder mit vier Abhandlungen und Anmerkungen dazu.
Eine 4-bändige Sammlung mit 410 Texten auf insgesamt 1,236 Seiten.
Band 2 ist aufgeteilt in Buch 4 und 5 samt Nachträgen, Quellennachweise und das Inhaltsverzeichnis der Sammlung.


 
  A1265-4
Title:Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder, Ludwig Uhland - Band 4 (Anmerkungen zu der Abhandlungen)
Publisher:Uhland, Ludwig. Verlag der J.G. Cotta'schen Buchhandlung / Stuttgart
Year or Century of Publication:1892
Additional Information:Alte hoch- und Niederdeutsche Volkslieder mit vier Abhandlungen und Anmerkungen dazu.
Eine 4-bändige Sammlung mit 410 Texten auf insgesamt 1,236 Seiten.

Band 4 enthält Anmerkungen zu den Abhandlungen über die deutschen Volkslieder.
Anmerkungen zu 1. Sommer und Winter, Seite 5
Anmerkungen zu 2. Fabellieder, Seite 18
Anmerkungen zu 3. Wett- und Wunschlieder, Seite 63
Anmerkungen zu 4. Liebeslieder, Seite 136


 
  A1306
Title:Sammlung deutscher Volkslieder (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Walter, Willibald. Rhein'sche Buchhandlung Karl Heubel / Leipzig
Year or Century of Publication:1841
Additional Information:199 Liedtexte auf 318 Seiten.

Eine Sammlung deutscher Volkslieder welch noch gegenwärtig im Munde des Volkes leben und in keiner der bisher erschienenen Sammlungen zu finden sind.

Auszug aus der Vorrede des Herausgebers:
'In dem Besitz des Herausgebers befindet sich eine große Sammlung von Volksliedern, welche derselbe zu seinem Vergnügen zu Papier brachte, wie er sie gelegentlich, und zwar meist auf Reisen oder in fröhlichen Gesellschaften, singen hörte. Eine spätere Vergleichung dieser Lieder mit den bisher gedruckt erschienenen Sammlungen, von denen hier nur unter andern:
Herder's Volkslieder, Von Hagen und Büsching's Sammlung, Des Knaben Wunderhorn, Görres' Volks- und Meisterlieder, Tieck's Minnelieder, Wolff's Sammlung historischer Volkslieder, Erbach's Sammlung deutscher Volkslieder und Soltau's historische Volkslieder genannt werden sollen, machte den Herausgeber darauf aufmerksam, daß es neben einem großen Theil der in diesen enthaltenen Lieder auch mehrere bisher unbekannte, und von manchen bekannteren neue Lesarten besitze, welche wohl verdienten, dem größeren Publicum mitgetheilt zu werden.' Leipzig, im Januar 1841.



 
  SV464A
Title:Deutsche Soldaten- und Kriegs-Lieder aus 5 Jahrhunderten (1386-1871) - Teil 1 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ziegler, Hans. Breitkopf und Härtel / Leipzig
Year or Century of Publication:1884
Additional Information:Das gesamte Werk enthält 366 Texte auf 424 Seiten.
Dieser Band, Teil 1, enthält 190 Texte auf 204 Seiten (Inkl. den internen 2. Teil mit 18 Kriegsliedern von den Schweizerkriegen bis zur Übergabe von Metz (1386 - 1552).

Seiner Excellenz dem Königlichen Generalfeldmarschall, Chef des Generalstabes der Armee, Großkreuz und Ritter höchster Orden Herrn Grafen von Moltke in tiefer Verehrung gewidmet vom Herausgeber.
Aufgeteilt in folgende Abschnitte:
1. Soldaten-Lust und Leid
2. Werbung and Abschied
3. Leben und Treiben
4. Liebesleben
5. Im Felde
6. Vor und in der Schlacht
7. Vom Sterben auf grüner Heide
8. Anhang

Auszug aus der Einleitung:
'Dem mir aus frühen Jahren im Gedächtnis haftenden wehmütig-heroischen Liede vom Sterben auf grüner Heide: 'Kein schönrer Tod ist in der Welt, als wer vor'm Feind erschlagen' verdanke ich die erste Anregung zu vorliegender Arbeit.
Ich vertiefte mich in die eigenartige Poesie der Landsknechts- und Reuterliedlein und begann, anfangs ohne bestimmtes Ziel, das mich besonders Anziehende zusammenzutragen. Doch schon nach den ersten Spatenstichen auf diesem Gebiete der Volksdichtung erschloß sich mir eine so reiche Fundgrube, daß ich weiter und weiter in dem, ab und zu allerdings auch mit taubem Gestein durchsetzten Schachte vorzudringen angespornt wurde. An die Lyrik, das Soldatenlied, schloß sich naturgemäß die Epik, die Kriegsdichtung, an, und letztere erforderte ihrerseits kategorisch Weiterführung und Ergänzung bis auf die Gegenwart.' Hans Ziegler, Stuttgart, im Sommer 1884.



 
  SV464B
Title:Deutsche Soldaten- und Kriegs-Lieder aus 5 Jahrhunderten (1386-1871) - Teil 2 (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ziegler, Hans. Breitkopf und Härtel / Leipzig
Year or Century of Publication:1884
Additional Information:Das gesamte Werk enthält 366 Texte auf 424 Seiten.
Dieser Band, Teil 2, enthält 176 220 Seiten.

Seiner Excellenz dem Königlichen Generalfeldmarschall, Chef des Generalstabes der Armee, Großkreuz und Ritter höchster Orden Herrn Grafen von Moltke in tiefer Verehrung gewidmet vom Herausgeber.
Aufgeteilt in folgende Epochen:
1. Vom Beginn des 30jährigen Krieges bis zur Zerstörung von Heidelberg (1620-1689)
2. Die Türkenkriege und der spanische Erbfolgekrieg bis zu Prinz Eugens Tod (1599-1737)
3. Der Österreichische Erbfolgekrieg und die Friedericianische Zeit (1741-1786)
4. Die französische Campagne und die Freiheitskriege (1792-1815)
5. Vom schleswig-holstein. Krieg bis zum Frankfurter Friedensabschluß (1848-1871)

Auszug aus der Einleitung:
'Dem mir aus frühen Jahren im Gedächtnis haftenden wehmütig-heroischen Liede vom Sterben auf grüner
Heide: 'Kein schönrer Tod ist in der Welt, als wer vor'm Feind erschlagen' verdanke ich die erste Anregung zu vorliegender Arbeit. Ich vertiefte mich in die eigenartige Poesie der Landsknechts- und Reuterliedlein und begann, anfangs ohne bestimmtes Ziel, das mich besonders Anziehende zusammenzutragen. Doch schon nach den ersten Spatenstichen auf diesem Gebiete der Volksdichtung erschloß sich mir eine so reiche Fundgrube, daß ich weiter und weiter in dem, ab und zu allerdings auch mit taubem Gestein durchsetzten Schachte vorzudringen angespornt wurde. An die Lyrik, das Soldatenlied,
schloß sich naturgemäß die Epik, die Kriegsdichtung, an, und letztere erforderte ihrerseits kategorisch Weiterführung und Ergänzung bis auf die Gegenwart. Hans Ziegler, Stuttgart, im Sommer 1884'.


 
  HR387
Title:Österreichische Volkslieder mit ihren Singweisen (REPRINT - GROSSFORMAT)
Publisher:Ziska, Franz und Julius Max Schottky. Hartleben's Verlag / Pesth
Year or Century of Publication:1819
Additional Information:283 Texte samt Melodien auf 288 Seiten. Aufgeteilt in folgende Themenbereiche: Kindlichkeit, Liebe, Die Nacht, Frohsinn, Das Kirchweihfest.

Auszug aus dem Vorwort der Herausgeber:
'In dieser Sammlung wünschen wir einige Feld- und Alpenblumen zu einem Kranze gewunden zu haben, der sich etwa auch in stattlichen Zimmern als Frühlingskranz aufhängen ließe. Mühsam genug war die Blüthenlese, weil jedes Blatt bald in Wäldern und an Feldrainen, bald auf Berggifeln oder Wiesenmatten gepflückt wurde.
Wir fanden diese Gesänge in der Gebirgskette, die sich um Wien im Halbkreise lagert, in jenen lachenden Thälern, deren sanfte Schönheit denBesuchenden tief ergreift,wo die deutsche Vorzeit aus schmalen Burgfenstern herabblickt und des Weinstocks süße Frucht schimmert, in den Schluchten der Brühl und Sulz, in den Thälern van Laab, Breitenfurt und Kaltenleitgeben bis an des Schneegebirg's Grenzen hin, und auf der Fläche, die weit ausläuft gegen Ungarn. Doch ist diesen Liedern der Sing- und Klangraum in den bezeichneten Grenzen nicht gesteckt; sie schallen an jedem Ende des schönen Landes und bilden gleichsam einen Baum, der durch die blumenreichen Auen der Thäler und Schluchten, an jeder Quelle und an den lustigen Kristallbächen von seinen Wurzeln schlägt, und sie bis tief herab in flachere Gebiete auslaufen läßt. Der Stamm ist mächtig und gesund und die Äste ringen sich heraus aus den Thälern in die freie Bergluft, und strecken sich wie Riesenarme über das Land. Das Mark, der lautere Saft, der das Leben einhaucht, versiegt nie, er läßt die Blätter in des Mayes-Frische grünen, und wieder grünen, und jedes Blatt ist lebendig und wie es der Bergwind vom Zweige streift, so singt es fröhlich durch die Lüfte, und fällt als Volkslied nieder im den Hüttenzaun der Thalbewohner. Wie nun tausend sich ähnliche Blätter fliegen und doch jedes einzelne ein ein besonderes Kunstgebilde ist, eben so klingen dann auch tausend Lieder in einem Ton über Berg und Thal, aber ein jedes hat seine eigene Zunge, und so greift der Gesang im Wohllaute zusammen. Von wo aus aber die Blätter fliegen, wo des Baumes Stamm aufgeschossen, das weiß man nicht; auch er hat keine bleibende Stätte, auf daß ihm der Holzhauer mit scharfem Beile nicht beikomme.
Ein durch Monate fortgesetztes Suchen und Forschen gab der Sammlung, die dem Leser vorliegt, ihre jetzige Gestalt.
Geschrieben zu Wien im Monat May 1818. Die Herausgeber.'